Karrieremachen nach der Uni – Ziehen Wirtschaft und Wissenschaft wirklich an einem Strang?

Shownotes

Wie wird aus Wissen eigentlich Wirkung? Wissenschaft und Wirtschaft wirken auf den ersten Blick wie zwei getrennte Welten: hier Forschung, methodische Sorgfalt und langfristige Erkenntnis - dort Anwendung, Wirtschaftlichkeit und Umsetzung. In der Praxis zeigt sich aber schnell: Innovation entsteht genau dort, wo beide Seiten früh miteinander ins Gespräch kommen, Wissen übersetzen und gemeinsam weiterdenken. Gemeinsam mit Dr. Corinna Schmidt von der TU Dortmund und Benjamin Kompa von SYNEQT sprechen wir darüber, wie Transfer zwischen Hochschule und Unternehmen gelingt, warum Netzwerke und Co-Creation dabei so wichtig sind und welche Hürden durch unterschiedliche Systemlogiken entstehen. Außerdem geht es um die Frage, welche Rolle Menschen selbst als Wissensträger:innen spielen und wie Netzwerk-Formate Wissenschaft und Wirtschaft im Ruhrgebiet ganz konkret zusammenbringen.

Darum geht's ● Theorie trifft Arbeitsalltag: Welche Kompetenzen aus Wissenschaft und Studium wirken in der Praxis, auch wenn sie nicht eins zu eins übertragen werden? ● Transfer & Co-Creation: Wie müssen Hochschulen und Unternehmen zusammenarbeiten, damit aus Forschung echte Anwendung entstehen kann? ● Unabhängigkeit & unterschiedliche Logiken: Wie viel wirtschaftliche Nähe verträgt Forschung – und wie viel Verständnis braucht es für die jeweils andere Seite? ● Menschen & Netzwerke als Brücke: Warum Austausch, Karrierewege und Networking entscheidend dafür sind, Wissen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu bewegen.

Zu Gast Dr. Corinna Schmidt Dr. Corinna Schmidt ist Habilitandin an der TU Dortmund und verbindet wissenschaftliche Forschung und Lehre mit Erfahrungen aus der Strategieberatung. In der Folge spricht sie darüber, wie Wissen aus der Wissenschaft in Anwendung kommen kann, warum Transfer stärker anerkannt werden sollte und welche Rolle praxisnahe Lehrformate, Co-Creation und gegenseitiges Verständnis zwischen Hochschule und Unternehmen spielen. „Wissen wird dann wertvoll, wenn es erlebt wird.“ Mehr über Corinna: ● LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-corinna-schmidt/ ● /Organisation: https://tie.wiwi.tu-dortmund.de/

Benjamin Kompa Benjamin Kompa leitet die Kommunikation bei der SYNEQT GmbH, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von Evonik. Durch sein duales Studium und seine Arbeit in einem forschungsnahen Unternehmensumfeld kennt er die Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis aus eigener Erfahrung. In der Folge zeigt er, warum frühe Vernetzung, gemeinsame Fragestellungen und Formate wie connecting.ruhr entscheidend dafür sind, Wissenschaft und Wirtschaft enger zusammenzubringen. „Wissen wird dann wertvoll, wenn es geteilt wird und eine Wirkung für Wirtschaft und Wissenschaft gleichermaßen entsteht.“ Mehr über Benjamin: ● LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/benjaminkompa/ ● Unternehmen: https://www.syneqt.de/de

Links & mehr pottenziale – Zwischen Rivalität und Kumpelschaft ● Website: https://initiativkreis-ruhr.de/pottenziale/ Junger Initiativkreis Ruhr ● LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/junger-initiativkreis-ruhr/ ● Instagram: https://www.instagram.com/initiativkreis_ruhr/

Kapitel 00:00 – Intro & Vorstellung der Gäste 02:41 – Theorie trifft Praxis: persönliche Erfahrungen und erste Klischees 10:41 – Wissenstransfer: Wie Forschung und Wirtschaft besser zusammenfinden 19:54 – Co-Creation: Gemeinsam forschen, entwickeln und anwenden 23:40 – Wirtschaftliche Interessen & wissenschaftliche Unabhängigkeit 27:33 – Wissenschaft und Wirtschaft im Ruhrgebiet 30:17 – Menschen als Transferkanal: Lehre, Kompetenzen & Berufseinstieg 37:55 – Connecting Ruhr: Wie der JIR Wissenschaft und Wirtschaft vernetzt 44:14 – Abschlussfrage: Wann wird Wissen wertvoll?

POTTenziale – Zwischen Rivalität und Kumpelschaft ist ein Podcast des Jungen Initiativkreis Ruhr. Moderation: Alice Hinzmann (www.die-hinzmann.de))

Produktion: Tresohr Studios (www.tresohr.de))

Transkript anzeigen

00:00:02: Potenziale zwischen Rivalität und Kumpelschaft.

00:00:04: Der Podcast ist Jung-Initiativkreis Ruhe über Menschen, Ideen und Herausforderungen die das Ruhrgebiet bewegen.

00:00:21: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Potenziale zwischen Rivalität und Kumpelschaft.

00:00:28: Heute stellen wir uns eine ganz besondere Frage, die auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen einfach klingt – aber bei genauerem Hinsinn ziemlich groß wird!

00:00:36: Und zwar wie kommt Wissen eigentlich ins Wirken?

00:00:39: oder besser gesagt wie kommt Forschung in der Wirtschaft an?

00:00:44: Deutschland ist extrem Forschungsstark.

00:00:46: an Hochschulen, Instituten und in Unternehmen entsteht jeden Tag neues Wissen.

00:00:50: Gleichzeitig erleben wir aber dass der Weg von der wissenschaftlichen Erkenntnis in die wirtschaftliche oder gesellschaftliche Anwendung nicht immer so selbstverständlich ist.

00:00:59: Zwischen Hörsaal- und Arbeitsalltag oder zwischen Forschung und Markt liegen manchmal Welten oder zumindest unterschiedliche Logiken Sprachen und oder Erwartungen.

00:01:11: Die Wissenschaft fragt, was ist belastbar?

00:01:12: Was bringt Erkenntnis?

00:01:14: Und die Wirtschaft will wissen, was lässt sich anwenden, umsetzen und skalieren.

00:01:19: Genau an dieser Schnittstelle wird es spannend, denn Innovation entsteht selten dort vor allem nur in der eigenen Weltleben.

00:01:26: Sie entsteht dort wo Wissen geteilt, übersetzt und gemeinsam weitergedacht wird!

00:01:31: Und genau darüber kann ich heute mit zwei ganz spannenden Menschen sprechen, mit zwei Stimmen des jungen Initiativkreises.

00:01:37: Ich sage als allererstes herzlich willkommen an die Liebe Corinna!

00:01:41: Corinna du kennst Forschung und Lehre Wie deine Westentasche sozusagen, denn du bist Habilitandin an der TU Dortmund.

00:01:50: Forschung ist quasi dein täglich Brot und gleichzeitig hast Du die doppelte Brille auf.

00:01:56: Denn mit Deinem Hintergrund aus der Strategieberatung kennst Du auch den Anwendungsbereich richtig gut.

00:02:01: schön, dass Du da bist!

00:02:02: Herzlichen Dank!

00:02:04: Und auf der anderen Seite von mir sitzt der liebe Benjamin.

00:02:06: auch an Dich ein ganz herzliches Willkommen... der Anwender in unserer Runde sozusagen.

00:02:13: Aber nicht nur als Kommunikationsleiter bei Senect, einer hundertprozentigen Tochter von eVonic kennst du sowohl die Wirtschaft aber du kennst eben die Wirtschaft, die total Forschungsbasiert und Forschungsorientiert ist Und da werden wir später auch noch drauf schauen.

00:02:31: Du hast alles studiert das heißt du bist quasi in deiner DNA auch schon auf beide Seiten ausgerichtet.

00:02:37: Schön dass du dabei bist.

00:02:39: Ich freue mich.

00:02:39: Guten Morgen!

00:02:40: Guten Morgen, ich würde sehr gerne mit euch ins Thema starten und zwar mit einer persönlichen Perspektive fast schon und ich würde euch gern fragen weil wir das Verhältnis von Theorie und Praxis nicht immer nur so abstrakt betrachten können sondern So wie ihr ja auch an unterschiedlichen Stellen so richtiggehend erlebt, würde mich mal interessieren in eurer Laufbahn.

00:03:06: Gab es einen Moment, an dem ihr festgestellt habt, dass zwischen wissenschaftlichem Wissen und beruflicher Realität manchmal eine kleine Strecke liegt die tatsächlich überbrückt werden muss?

00:03:18: Ja auf jeden Fall!

00:03:19: Also ich habe NWL studiert Und wenn ich so überlege, was ich in meinen Praktika und dann auch beim Einstieg in die Unternehmensberatung von dem Wissen wirklich angewandt habe.

00:03:29: Was ich an Frameworks, Theorien usw.

00:03:32: im Studium gelernt hab Dann würde ich sagen tendiert das fast gehen null.

00:03:37: Es ist dann eher später mir klar geworden dass diese Denkweise an der Uni strategisch zu denken bzw.

00:03:46: gar nicht strategisch, sondern eher strukturell Dinge aufzuarbeiten, Wissen zu erfassen und zu filtern – was ist wichtig oder weniger wichtig?

00:03:55: Vielleicht auch durch dieses Lernen in Klausuren, dass das eher den Arbeitsalltag geprägt hat.

00:04:02: Also quasi diese klassischen Aha-Momente von warte mal!

00:04:05: Das habe ich doch irgendwann schon mal irgendwo gehört und so sieht es dann tatsächlich angewendet aus.

00:04:10: Nee, das leider gar nicht.

00:04:13: Also diese Aha-Momente in dem Sinne hatte ich nicht, sondern eher dass ich irgendwann gemerkt habe das es mir leicht fällt Wissen aufzubereiten oder Fragen zu stellen.

00:04:24: Gerade in der Unternehmensberatung wo man ja auch in fachfremde Themen reinkommt und dass sich dann gedacht hat Das sind wahrscheinlich Fähigkeiten die ich in der Uni gelernt habe.

00:04:34: aber so ein direktes AHA hatte ich da ehrlicherweise nicht.

00:04:38: Spannend!

00:04:38: Aber da kommen wir später nochmal drauf zurück.

00:04:40: auf jeden Fall Benjamin, wie war's bei dir?

00:04:44: Ja du hattest ja gerade schon das duale Studium angesprochen.

00:04:47: Von daher war es fast wöchentlich so dass ich sagen muss man hat einen Unterschied gemerkt zwischen den Modellenmethodiken der Struktur oder analytischen Herangehensweise die man dann eben aus dem Studium kennt und einem gewissen Pragmatismus muss ich sagen den man dann im Betrieb anwendet.

00:05:02: also Wann ich mit irgendwelchen Anforderungen von Kunden oder so was konfrontiert war, dann weiß man doch eher einen direkten Weg gegangen und hat das Modell vielleicht nicht geholfen, was man aus dem BWL-Studium kennt.

00:05:13: Von daher sieht man schon einen Unterschied.

00:05:15: Nichtsdestotrotz, Corinna würde dir zustimmen diese strukturelle Herangehensweise und sich grundsätzlich mit Modellen und Analytik auseinanderzusetzen.

00:05:23: Das ist natürlich der Mehrwert, den man über das Studium mitgegeben

00:05:25: kriegt.".

00:05:26: Na absolut, aber natürlich dann auch toll weil das bei dir so eher verflochten war.

00:05:30: Ich hatte halt mein Semester und dann das Praktikum dran gehangen.

00:05:33: da ist das Wissen aus der Uni nicht mehr so präsent als dass man es direkt überlegt.

00:05:36: wie könnte man's anwenden?

00:05:37: Absolut

00:05:38: ja!

00:05:39: Gibt es denn wenn ihr da so spontan drauf antworten mögt ein Klischee mit dem ihr gerne aufräumen würde.

00:05:47: Ich denke sofort an, die Wissenschaft forscht in ihrem Elfenbeinturm und die Wirtschaft sitzt vor der Form Gaspedal und wartet darauf, dass es endlich was anzuwenden gibt.

00:05:59: Stimmt das tatsächlich oder empfindet ihr das nicht so?

00:06:02: Ich hatte eher das Vorurteil, dass Wissenschaft Staub trocken ist.

00:06:07: Damit würde ich aufräumen.

00:06:09: Natürlich muss man die Schreibarbeit mögen und die analytische Arbeit ... Aber wir in unserer oder ich in meinem Arbeitsalltag gehen immer sehr Phänomen getrieben vor.

00:06:19: Das heißt, wir schauen schon was wird gerade in der Wirtschaft diskutiert an Themen, die relevant sind, sei es mentale Gesundheit bei Mitarbeitenden oder jetzt die Zusammenarbeit von KI?

00:06:31: Also Dinge, die wirklich ja die Wirtschaft auch bewegen und das nehmen wir als Grundphänomen um dann zu überlegen wie können wir das wissenschaftlich weiter erforschen.

00:06:42: Und dann ist schon so eine Schnittstelle da weil wir uns auf Basis dieses Phänomens aus der Wirtschaft Dann schon in den Elfenbeinturm würde ich sagen zurückziehen, Daten sammeln.

00:06:53: Das ist immer noch in der Schnittstelle dass wir eben Menschen befragen mit Fragebögen oder große Datenbanken auswerten und dann daraus unsere Erkenntnisse ziehen auf analytischer Basis und das dann eben publizieren oder versuchen zu publizieren und hinten raus dann eben auch nochmal eine sogenannte Managerial Implication schreiben, also quasi ne Ableitung was jetzt die Wirtschaft davon lernen kann.

00:07:20: Insofern schon den Bogen versuchen wieder zu schließen.

00:07:23: aber diese Analyse der Daten, die passiert natürlich irgendwie erstmal bei uns im stillen Kämmerlein Und was da eine große Herausforderung ist überhaupt an spannende Daten zu kommen.

00:07:35: Also ich würde liebend gerne mit Unternehmen wirklich sehr verzahnt arbeiten, die Mitarbeitenden befragen weil das für uns ja auch viel größerer Erkenntnisgewinn ist als die nächste Kohorte an Studierenden zu befragen oder irgendwie Friends and Family.

00:07:52: insofern das ist glaube ich was wo wir also Wirtschaft und Wissenschaft noch sehr viel enger zusammenarbeiten müssen, damit wir auch bessere Erkenntnisse aus dem Arbeitsalltag kreieren können und eben von diesem Elfenbein-Turm wegkommen.

00:08:06: Ja,

00:08:06: und damit die Sprache des Elfenbeitenturms auch noch besser zur Wirtschaft passt oder Benjamin?

00:08:12: Ja das stimmt wobei dieses Klischee würde ich sagen dieser praxisnahen Wissenschaft ja auch nicht immer greift.

00:08:17: also gerade so Forschungsnahe Unternehmen haben natürlich ein großes Interesse daran dass diese Austausch mit der Wissenschaft sehr, sehr eng ist und gewisse Fragestellungen auch von der Wirtschaft an die Wissenschaft weitergegeben werden.

00:08:31: Und von daher glaube ich dieses Klischee ist nur immer dann korrekt wenn der Austausch nicht da ist.

00:08:36: also von daher dieses Netzwerken dieses stärkere Zusammenbringen das ist glaube ich unfassbar entscheidend.

00:08:42: Ist es vielleicht bei euch noch einfacher weil ihr in den Naturwissenschaften seid?

00:08:46: Weil ich komme ja aus der BWL oder Geisteswissenschaften.

00:08:49: Und da ist es vielleicht dann nochmal abstrakter als bei euch, die jetzt wirklich den nächsten, so stelle ich's mir vor, chemischen Stoff oder sowas braucht?

00:08:57: Ja also ich würde sagen, die Chemische Industrie hat natürlich noch mal einen... sehr, sehr großes Interesse daran auch eng mit der Wissenschaft zusammenzuarbeiten.

00:09:05: Ich würde es jetzt aber auch mal auf diese Neck projizieren und sagen Auch im Infrastrukturgeschäft haben wir gewisse Fragestellungen die langfristig ausgelegt sind Und nicht jede Entscheidung Die irgendwie im Management getroffen wird ist eine kurzfristige oder darf auch gar nicht kurzfristig sein.

00:09:20: von daher auch Eine wissenschaftliche langfristige Perspektive ist da unfassbar entscheidend.

00:09:26: Das heißt, ihr würdet schon resümieren dass auch einfach mal theoretisch reingeschaut das die Begrifflichkeiten also Theorie und Praxis eigentlich gar nicht soweit auseinander liegen wie man das in der öffentlichen Debatte ganz gerne so hört.

00:09:39: Die Frage finde ich schwer zu greifen weil Theorien wenn ich jetzt wirklich auf meine Arbeit gucke dann gucken wir irgendwie uns Conservation of Resource Theory oder andere Theorienen an die sehr abstraktige Dinge beschreiben.

00:09:55: Wir versuchen das dann halt anzuwenden, was das für Unternehmen bedeutet.

00:10:00: Hast du ein Beispiel dafür?

00:10:02: Wie viel Praxis steckt da eigentlich schon drin in eurer Forschung?

00:10:06: Ja, das war sich.

00:10:07: Eingang sagte also eher diese Suche nach dem Themenfeld, nach der Nische die wir weiter untersuchen wollen Die ist schon bei uns am Institut sehr praxisgetrieben zu schauen.

00:10:19: Was wird gerade diskutiert in der Wirtschaft?

00:10:22: Und dann müssen wir das Ganze aber eben in diesem Wissenschaft, um im wissenschaftlichen Kosmos auch erfolgreich zu sein auf die akademische Literatur bringen.

00:10:31: Das sind Paper, die sind für ein Fachkreis geschrieben.

00:10:34: da würde kein Manager oder irgendwie Unternehmensvertreter reingucken in diese Paper.

00:10:41: Was würde es denn aus eurer Sicht benötigen dass Forschung und Anwendungen noch besser zueinander finden.

00:10:48: Es ist ja schlicht und ergreifend so, dass Deutschland sehr forschungsstark ist und das dann doch unterwegs die Erkenntnisse aus der Forschung für die Anwendung verloren gehen.

00:10:58: Wie kann man das aus eurer Erfahrung heraus noch mehr vermeiden oder noch mehr lenken?

00:11:03: Dass es tatsächlich in der Anwendigung in der Wirtschaft ankommt.

00:11:07: Ich glaube, dass viel um wirtschaftsnahe Fragestellungen auch geht.

00:11:12: Und ich glaube, da profitiert jedes Unternehmen von einem großen Netzwerk und von Hochschulkorporationen.

00:11:17: also viele Manager nicht nur aus chemischen Unstrich würde sagen aus jeder Branche haben natürlich ein Netzwerk oder noch eine Verbindung zu ihrer Hochschule an denen sie studiert oder auch promoviert haben.

00:11:30: und wenn man den Austausch weiter fördert und vorantreibt kriegt man glaube ich auch diese Lücke stärker geschlossen.

00:11:38: Absolut und es gibt an den Unis ja schon viele Bestrebungen das zu machen, zum Beispiel durch geförderte Projekte auf die man sich eben immer mit einem Kooperationspartner aus der Wirtschaft auch darauf bewerben muss sogar.

00:11:51: Das ist Vorgabe dass es da so ein Kooperation Partner gibt um gemeinsam Fragestellungen zu entwickeln und auch diesen Transfer letztendlich hinzubekommen.

00:12:03: Ich denke, ich grade Transfer ist gar nicht mehr das Wort was umvog in den Unis.

00:12:09: Es ist weil Transfer ja ein Dimensionale oder eine Richtung ist.

00:12:14: Mir fällt gerade das Wort nicht ein, was stattdessen genutzt wird aber es ist eben halt diese Wechselwirkung zwischen oder dieses hin und her was dann stattfindet.

00:12:22: nur im Erleben ist es schon auch gar nicht so einfach an so Gelder zu kommen.

00:12:28: Und Finanzierung ist ja den Unis oder Hochschulen immer auch eine Herausforderung und für die Unternehmen wird es in diesen Zeiten nicht einfacher.

00:12:36: Also das ist dann natürlich schon ein Bottleneck, vor dem man steht.

00:12:40: Total!

00:12:40: Ich würde

00:12:41: vielleicht noch einen zweiten Punkt aufmachen, weil neben der Finanzierung von Forschungsfragen gezielt an die Hochschule geschickt werden, glaube ich, ist es wichtig, dass man frühzeitig in den Austausch geht.

00:12:51: Sehr sehr häufig auch Studierende von verschiedenen Universitäten bei uns am Standort, die wir einladen.

00:12:56: Die wir auch mal über den Standort führen und sehr sehr frühzeitig zeigen was wir überhaupt tun.

00:13:01: um vielleicht auch jetzt ein Beispiel.

00:13:03: Wir hatten letztens Studierenden der Wirtschaftsgeografie bei uns und sie haben sich über nachhaltige Entwicklung von Standorten gekümmert und damals einen Standort zu sehen wie die Infrastruktur am Standorts funktioniert vom Nahverkehr für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis wirklich zur Infrastruktur auf dem Werk.

00:13:21: Das war unfassbar hilfreich, um wieder Implikation oder auch Ideen mit zurück an die Hochschule zu nehmen.

00:13:28: Und das ist keine Finanzierungsfrage, sondern es ist einfach eine Frage des Austausches und der Einladung quasi zu den Unternehmen.

00:13:37: Ist ja ne Win-win Situation weil ihr wiederum ja auch Studierende kennenlernt, die vielleicht als potenzielle Mitarbeitende irgendwann in Frage kommen?

00:13:44: Genau.

00:13:45: Also dieser Karriereaspekt schwingt natürlich immer mit, ich finde nur dass er nicht primär sein muss.

00:13:52: auch einfach mal zu zeigen was man tut ohne das vielleicht nachher die Bewerbung bei rauskommt ist auch vollkommen in

00:13:57: Ordnung und das ist was.

00:13:59: jetzt habe ich viele über Forschung gesprochen an der Uni.

00:14:01: aber das ist etwas was wir in der Lehre auch immer miteinbinden also so Case Studies Gastvorträge oder auch so Company Visits die wir dann versuchen den Studierenden anzubieten, um eben das was ich eingangs sagte zu vermeiden dass man eben am Block etwas lernt und dann in eine Praxisphase geht sondern das versuchen zumindest im Hörsaal schon mal so ein bisschen zu verzahnen.

00:14:26: Schonmal

00:14:26: darauf vorzubereiten sozusagen und zeigt natürlich auch ganz fantastisch Netzwerken.

00:14:32: erstens nichts Zufälliges ist, worauf man einfach wartet und hoffentlich passiert ist sondern das auch tatsächlich klar gesteuert werden sollte.

00:14:39: Und dass nichts ist was schon mit einer festen Zielsetzung einhergeht weil im Austausch so wie du gerade schön beschrieben hast entsteht ja vielleicht auch erstmal der Punkt an dem man miteinander Synergien schaffen kann.

00:14:51: Corinna, eine Frage beschäftigte mich schon in der Vorbereitung und zwar hast du ja auch schon gerade beschrieben dass es in deinem Bereich viel darum geht Veröffentlichungen zu kreieren die Lehre zu gestalten Drittmittel zu erwirken.

00:15:05: Und auch die akademische Selbstverwaltung ist ein zentraler Bestandteil deiner Arbeit.

00:15:10: und Transfer beziehungsweise nicht die Eingleisigkeit davon wie Du gerade schon sagtest sondern Zweifahrtenbahn kommt immer mehr oben drauf und wird nicht nur wichtiger, sondern auch immer mehr erwartet.

00:15:25: Die Frage die mich dahinter beschäftigt ist ob das entsprechend gefördert wird?

00:15:32: Wird das incentiviert als dass Forschende da auch überhaupt den Anreiz haben und auch die Wichtigkeit selber dahinter sehen diese Transferleistung mit zu erbringen.

00:15:44: Es wird immer mehr darauf geschaut, dass das ein zentraler Erfolgsfaktor ist.

00:15:57: Und Dortmund gibt es so übergreifende Transferveranstaltungen, wo ich selber schon als Penelistin saß.

00:16:05: Ich selbst habe in meiner Doktorarbeit mit dem Jobcenter Osnabrück kooperiert weil mir eben dieser Impact also diese Wirkung die man erzielt wenn man direkt mit der Wirtschaft oder in diesem Bereich mit den öffentlichen Einrichtungen arbeitet, weil mir das so wichtig ist.

00:16:20: Und dennoch ist es so, wenn man wirklich das Ziel einer Universitätskarriere hat.

00:16:25: Dass zunächst erst mal andere Kennzahlen wichtig sind.

00:16:29: Das ist die hochrangigen Veröffentlichungen, die man hat.

00:16:32: Die Gelder, die durch Drittmittel eingeworben hat.

00:16:35: Klammer auf was natürlich auch in Kooperation mit Unternehmen sein kann aber zunächst zählt die Summe, die eingeworben wurde und wer der Geldgeber ist weniger wer mitgemacht hat und das, wie gut die Lehre natürlich ist.

00:16:50: Und wenn man das hat als Standbein dann kann man sich glaube ich über diesen Transfer noch sehr gut auch profilieren oder eben zeigen, wie wichtig einem das ist.

00:17:02: aber wer jetzt nur auf reinen Transfer setzt und das andere so ein bisschen schlappert Der hat, glaube ich dann nicht so viele Chancen aktuell auf eine Universitätsprofessur.

00:17:14: Das wäre dann eher etwas was in Richtung Fachhochschule geht, die ja sehr viel anwendungsbezogener auch sind und dass diese Arbeitserfahrung auch sehr honorieren.

00:17:23: Insofern würde ich mir tatsächlich wünschen das da auch noch mehr eine Gleichberechtigung von diesem Transfergedanken entsteht.

00:17:30: Auch weil ich den Mehrwert sehe... Du sagtest das gerade oder Benjamin, dass diese Verzahnung der Fragestellungen und eine Fragestelling gemeinsam zu entwickeln hat ja auch für die Wissenschaft ein enormes Potenzial.

00:17:40: Weil man nicht auf was aufbaut wo schon x andere Teams dran arbeiten sondern wirklich etwas Eigenständiges kreieren kann

00:17:50: Und sicherlich auch etwas, das zu einem direkten Nied adressiert.

00:17:53: Ja ganz genau!

00:17:55: Genau und was man vielleicht dann auch mit tollen Daten verknüpfen kann und eben ja aus einer wirklichen Herausforderung geboren ist.

00:18:05: Benjamin, was würdest du sagen?

00:18:06: sind Unternehmen sich darüber bewusst?

00:18:08: Was die akademischen Rahmenbedingungen sind?

00:18:12: Ich würde sagen ja also weil viele der Personen die in den Unternehmen arbeiten natürlich auch eine akademische Laufbahn haben.

00:18:18: von daher Rahmenbedingungen sind durchaus bekannt.

00:18:23: Es wird, glaube ich, soweit ich in der Wirtschaft bin noch eine weitere Perspektive nämlich reingebracht.

00:18:28: also wie wirtschaftlich sind Fragestellung?

00:18:31: Wie kann ich die skalieren?

00:18:32: Wie können Sie Markt- und Kundenorientierte aufbauen?

00:18:35: Das ist vielleicht das was in den grundsätzlichen akademischen oder rein akademische Frageställungsstückweit fehlt wo aber dann der Übergang fließend sein kann.

00:18:43: Also jemand der aus Hochschulaufbahn Kommen im Unternehmen arbeitet, bringt genau diese Perspektive nach Jahren dann natürlich wieder zurück und wieder mit ein.

00:18:51: Ein großes Thema ist ja auch Co-Creationen.

00:18:54: also werden Sie jetzt auch schon ganz häufig angerissen hier in unserem Gespräch die tatsächliche gemeinsame Herangehensweise an eine Problemstellung aus wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Perspektiven heraus.

00:19:07: was würdet ihr sagen ab wann sprechen wir tatsächlich von richtig gut gelungener Co-creation?

00:19:13: Ich würde sagen, wenn es in der Industrie ankommt.

00:19:15: Also ... Nein, wenn's wirklich von Anfang an eine Zusammenarbeit ist.

00:19:21: Das ist entscheidend.

00:19:22: Ich muss mich gemeinsam mit der Fragestellung auseinandersetzen und den Prozess gemeinsam gestalten.

00:19:28: Und ich muss ein gemeinsames Ziel vor allem haben.

00:19:31: Für die Wirtschaft ist es am Ende die Wirtschaftlichkeit, die Skalierbarkeit.

00:19:34: Deshalb ist das Ziel aus der Sicht relativ klar gesteckt.

00:19:39: Wenn man dann natürlich ne Hochschule findet an diesem Ziel mitwirken will, dann kann man das unter diesen Co-Creation Ansatz sehr frühzeitig und gut ausgestalten.

00:19:48: Und ich würde sogar noch eine Stufe weitergehen.

00:19:51: also nicht nur wenn es in die Anwendung kommt sondern von da auch selber Fahrt aufnimmt dass sich quasi dann die Wissenschaft wieder ein Stück weit rausziehen kann weil das Produkt auf der Straße ist und Fahrtauf nimmt.

00:20:05: Also das Beispiel aus dem Jobcenter aus einer Brücke dass da meine Forschung quasi auch so eine Art Anstoß gegeben hat, um dann weitere Mitarbeitenden in psychologischen Fähigkeiten zu schulen.

00:20:17: Und das ist jetzt quasi ein Selbstläufer geworden.

00:20:19: da natürlich steckt sehr viel Arbeit des Stopcenters drin gar keine Frage.

00:20:24: aber da bin ich nicht mehr an erster Linie mit dabei sondern da wäre es eher spannend zu schauen wann finden wir noch mal zueinander um die nächste größere Fragestellung zu entwickeln?

00:20:34: Aber das Einzigartiger Fall in meiner bisherigen Laufbahn, weil das Jobcenter sehr viel Eigeninitiative hat.

00:20:44: Menschen dafür abgestellt hat die dafür brennen und wir das eben zusammen zum richtigen Zeitpunkt auch entwickeln konnten.

00:20:50: Das heißt für mich ist es ein ganz großer Erfolgsfaktor, weil wir jetzt viel über Netzwerk gesprochen haben, sind die Menschen mit denen man zusammenarbeitet und ob da ein Fit gegeben ist dass man sich austauschen kann, dass man irgendwie auch so ein bisschen beide Welten versteht.

00:21:06: Ich würde schon sagen, Benjamin du hast jetzt häufiger auch über diese Wirtschaftlichkeit gesprochen.

00:21:10: Das ist an der Uni halt noch nicht so.

00:21:13: die Kennzahl in der gedacht wird also es wird in Haushaltsgeldern und Mitteln und sowas gedacht und wie lange man eine Stelle finanzieren kann aber dass da irgendwann auch ein Gewinn von irgendwas abfallen kann das ist halt kein zentraler Gedanke.

00:21:26: Und gleichzeitig ist es eben für uns in der Wissenschaft Ja, schwer das so nachzuvollziehen.

00:21:33: Und andersrum ist es für die Wirtschaft auch nicht immer einfach zu verstehen was wir alles an Daten zum Beispiel erheben müssen.

00:21:40: also da sind sehr viele Datenschutzfragen.

00:21:43: auch wenn wir Mitarbeitende befragen ist es Für uns zentral auch sogenannte Kontrollvariablen alter Geschlecht und so weiter zu erhebe um eben ausschließen zu können dass gewisse Effekte auf Basis von Arbeitserfahrung und Co entstehen.

00:21:57: Für ein Unternehmen ist das natürlich erst mal einen Reflect zu sagen, oh Gott wir können ja jetzt nicht unsere Mitarbeitenden hier offenlegen.

00:22:06: Daran ist uns natürlich gar nicht gelegen.

00:22:08: mir ist egal wer da antwortet aber dann muss man irgendwie auch eine gute Schnittmenge und Verständnis füreinander finden wie man da aufeinander zugehen kann.

00:22:17: Und ich glaube, den Punkt, den du gerade gesagt hast.

00:22:19: Menschen die dafür brennen, die findet man ja auf beiden Seiten

00:22:22: also... Ja absolut!

00:22:23: Ich glaube das ist die Gemeinsamkeit, die man viel stärker nutzen muss?

00:22:26: Ja genau und eben auch aktiv auf die Suche zu geben.

00:22:29: Dann muss man nur korrekt übersetzen in die beiden Logiken, die da vorherrschen.

00:22:34: Absolut ein bisschen Verständnis für beide Seiten mitbringen.

00:22:38: Gibt es einen Punkt an dem Kooperationen zu stark eingreift in Forschung, also gibt es einen Punkt an dem wirtschaftliche Steuerung vielleicht sogar auch kontraproduktiv für die Forschung sein kann.

00:22:52: Also ich denke da auch an so Themen wie Freiheit von Forschung was Ergebnisse angeht, was Fragestellungen angeht und natürlich entgegengesetzt die wirtschaftlichen Perspektive, die wir jetzt schon ein paar mal gehört haben super schnell gerne etwas anwenden würde oder vielleicht auch richtungsweisend eingreifen möchte.

00:23:13: Da sehe ich schon auf jeden Fall eine Gefahr, gerade weil wir ja schon auch so ein bisschen über die Finanzierungsfrage gesprochen hatten.

00:23:18: und wenn jetzt es eben Gelder gibt für ein gemeinsames Projekt oder ein Unternehmen sich auch aktiv beteiligt in dem Doktoranden finanziert werden.

00:23:29: Oder es Forschungsgelder gibt dann ist man natürlich schnell verleitet auch in der Wissenschaft zu sagen Jetzt müssen wir auch Ergebnisse produzieren für dieses Unternehmen oder für die Fragestellungen die da finanzierte wurde Und schnell geht an der Uni gar nichts.

00:23:46: Also, gerade wenn es um Grundlagenforschung geht aber eben auch eine solide Forschung die nicht nur Daten zu einem Zeitpunkt betrachtet sondern im besten Fall über einen Zeitverlauf und so sich das anschaut Dann braucht es halt Zeit und natürlich arbeiten wir immer mit Hypothesen.

00:24:08: Und sagen, das ist das Ergebnis was wir erwarten.

00:24:11: aber häufig zeigt es sich auch anders.

00:24:13: Und dann ist eben die Frage wie geht man mit diesen anderen Daten um oder Ergebnissen die die Daten zeigen?

00:24:19: Kann man das nutzen?

00:24:20: Oder ist man schon so festgelegt auf dass wollen wir rausfinden, dass man dann auf Wiegen und Brechen die Daten versucht zu verändern Da sie schon auch ein bisschen die Gefahr dahinter sollte man es jetzt zu eng verzahnen.

00:24:35: Ist der, der finanziert?

00:24:36: Auch der, wer bestimmt sozusagen?

00:24:38: Genau das wäre so'n bisschen die Frage dann.

00:24:40: Ich würde sagen also stimmig zu.

00:24:44: aber auch eine relevante Problemstellung oder Fragestellung aus wirtschaftlicher Sicht kann ja offen und frei für wissenschaftliche Erkenntnisse sein und sagen Es muss gar nicht unbedingt in diese Einrichtungen gehen sondern auch ein komplett anderes Ergebnis kann ja wieder eine relevante Implikation für uns haben, also auch da ist die Wirtschaft nicht komplett auf ein Ziel oder einen Ergebnis festgefahren.

00:25:06: Ja absolut und es gibt ja auch genügend unabhängige Geldgeber, die natürlich darauf sehr stark achten dass jetzt keine Bevorteilung stattfindet.

00:25:12: und so nur selbst als Wissenschaftler will man ja auch Ergebnisse schaffen.

00:25:19: Häufig kommt es vor, dass die Ergebnisse nicht das zeigen, was man eigentlich gedacht hat.

00:25:23: Das ist aus meiner Sicht da, wo's spannend wird, weil man überlegen muss, wo hab ich vielleicht falsch gedacht?

00:25:28: Welche Annahmen waren falsch?

00:25:29: Wie kann man das erklären, was jetzt vorliegt?

00:25:32: Aber dafür braucht man natürlich auch einen langen Atem und das steht so ein bisschen entgegen dem, dass der Wirtschaft halt schnelle Umsetzungsziele braucht.

00:25:41: Ein Beispiel ist eben die Zusammenarbeit mit KI.

00:25:44: Die steht bei der Wirtschaft akut vor der Tür ... bei der Wissenschaft natürlich auch.

00:25:49: Aber da ist eben die Frage, welche Ergebnisse wie schnell kann man sie dann auch gewinnen und übertragen in den Arbeitsmarkt?

00:25:56: Ja absolut!

00:25:57: Wir können also festhalten, dass vermeintliche Innovationsprobleme, was wir in Deutschland haben oder vielleicht auch einfach nur die Langsamkeit in manchen Themen wie beispielsweise KI- oder auch Mikroelektronik.

00:26:11: in anderen Bereichen sind wir total stark und auch schnell unterwegs.

00:26:14: Also beispielsweise bei klimaneutraler Energieerzeugung und Mobilität sind wir ja ganz weit vorne.

00:26:20: in Deutschland ist es nicht der Mangel an Geschwindigkeit oder Skalierung, sondern manchmal eben der Mangel an Übersetzung.

00:26:30: Wenn wir so ein bisschen Rheinsoom ins Ruhrgebiet – da sind wir ja auch ganz speziell aufgestellt mit einer großen Hochschuldichte und einer großen Industriedichte aus eurer Perspektive gesprochen vielleicht sogar auch mit der Jünger Initiativkreis Brille auf der Nase Wie erlebt ihr die Regionen?

00:26:47: Und die Vernetzung all dieser Akteure?

00:26:51: Ich glaube, zur Vernetzung der Hochschulen untereinander kannst du mehr sagen.

00:26:53: Aber ich erlebe schon, dass wir jetzt aus Unternehmenssicht eine sehr enge Kooperation zu all den Hochschullen in der Region pflegen.

00:27:02: und wenn man das Ruhrgebiet an sich betrachtet dann ist es ne Aufgabe oder eine Transformation die das Ruhergebiet gemeinsam gestaltet hat.

00:27:10: und da waren Hochschule, da waren Personen aus dem privaten Bereich, da war die Unternehmen gleichermaßen natürlich beteiligt und jeder hat ein großes Interesse auch daran, dass diese Transformation gelingt.

00:27:19: Also von daher bin ich da sehr zuversichtlich, dass da im Ruhrgebiet schon eine sehr enge Verzahnung und Vernetzung vorliegt.

00:27:27: Und diese auch über die nächsten Jahre weiterhin bestehen wird.

00:27:31: Absolut!

00:27:32: In der Hochschullandschaft ist es ja genauso.

00:27:33: Ich sprach schon die Universitätsallianz Ruher an, die sehr eng kooperieren, viele gemeinsame Veranstaltungen haben.

00:27:41: Auch die Professoren untereinander zum Teil eng vernetzt sind Und auch den Austausch in die Wirtschaft schon pflegen, etwa mit der Break Start-up Alliance steht eine sehr enge Kooperation und eben auch mit einzelnen Unternehmensvertretern und Firmen.

00:27:57: Das finde ich unheimlich bereichernd und das wird auch weiter so bleiben.

00:28:01: also da sind die Bestrebungen ganz klar.

00:28:03: was eben ich noch gedacht habe weil du das Ruhrgebiet ansprachst ist Unterrichte unheimlich gerne im Ruhrgebiet, einfach weil die Studentenschaft auch so divers ist.

00:28:14: Und das als Mehrwert zu erkennen.

00:28:17: in Dortmund sind unheimliche viele der Studierenden in meinen Hörsälen haben schon Berufserfahrung und kommen zurück an die Uni oder arbeiten zeitgleich als Werkstudent also machen quasi sowas wie ein duales Studium Leid.

00:28:32: Das einzubeziehen in die Vorlesungen finde ich unheimlichen spannend.

00:28:35: und dass es eben auch der Mehrwert den das Ruhrgebiet dadurch bietet.

00:28:40: Oder auch mal Leute aus dem Unternehmen in Vorlesung einzuladen, also das passiert

00:28:45: ja... Herzliche Einladungen!

00:28:47: Wir holen gleich die Kalender raus und tragen da direkt was ein.

00:28:50: Also wir können festhalten, Transfer ist etwas das nicht einfach so nebenbei passiert.

00:28:54: Sondern wir brauchen Menschen die irgendwie auch ein bisschen beide Sprachen sprechen.

00:28:57: am besten.

00:28:58: also wissenschaftlich genug um Forschung zu verstehen aber auch wirtschaftlich genug Um Anwendungen mitdenken zu können.

00:29:05: Das heißt Wir können fast schon festhalten Ein wichtiger Transferkanal Ist der Mensch und bleibt er.

00:29:12: Gott sei Dank auch Du hast es ja gerade schon mal angedeutet.

00:29:16: Du baust auch total gerne in deine Lehre case studies mit ein, damit Anwendung direkt mitgedacht werden kann, auswendig lernen ist nicht das gleiche wie verstehen.

00:29:27: kannst du da ein paar Beispiele geben?

00:29:29: Wie du das ausgestaltest auch in der Praxis?

00:29:31: Ja wir haben am Institut verschiedene Lehrformate.

00:29:34: einen Kurs den ich unheimlich gerne unterrichtet ist New Product Management wo wir Studierenden-Teams bilden und dann zu jedem Team eine Firma matchen, die ein reales Problem, was sie auch wirklich in ihrem Arbeitsalltag beschäftigt an die Studierende übergeben.

00:29:54: Und die Studieren quasi parallel an eigenen Ideen arbeiten natürlich auf Basis des Wissens, das wir vermitteln.

00:30:03: Das ist unheimlich toll zu sehen, was danach so einem Semester von den Studentinnen als Ideen präsentiert werden.

00:30:10: und häufig genug sitzen dann die Unternehmensvertreter auch in der finalen Präsentation.

00:30:14: Und nehmen da Impulse mit, das ist natürlich nichts was man dann eins zu eins am nächsten Tag im Arbeitsalltag integrieren kann aber es öffnet für die unternehmems Vertreter nochmal enorm den Blickwinkel weil Studierende ja noch mal ganz wie man so schön sagt out of the box denken.

00:30:32: Das ist so ein Format.

00:30:34: Jetzt im nächsten Semester unterrichte ich Design Thinking, wo wir entlang des Design-Thinking-Prozesses lernen aber die Studenten gleichzeitig mit einer Fragestellung eines Unternehmens losziehen und dann darauf basierend eben Lösungen entwickeln und das auch mit einer Werksführung kombiniert im Unternehmen präsentieren können.

00:30:54: also einen sehr wertschätzenden Rahmen für die Arbeit, die die Studentinnen reinstecken.

00:30:58: Und dann gibt es natürlich ein bisschen niederschwellige Reformate, dass wir Gastvortragende einladen.

00:31:04: Das ist eigentlich immer der Fall, dass ich die in meinen Vorlesungen begrüße oder dass wir eher so abstraktere Case Studies einbauen wo die Studenten im Rahmen der Vorlesung eine halbe Stunde Zeit haben da ein bisschen Lösungen zu entwickeln und ich dann zeige wie es tatsächlich um Unternehmen gelöst wurde Und das macht mir selber auch eben enorm Spaß.

00:31:27: Da lerne ich auch noch genug selbst mit dazu und kann ein bisschen über den Tellerrand blicken.

00:31:32: Fantastisch!

00:31:33: Wenn Jamin es sind, bei beispielsweise Exkursionen von denen du gesprochen hast, wenn ihr Studis zu euch einladet ins Unternehmen auch schon tatsächliche Anwendungs- oder Umsetzungsfälle draus geboren wurden?

00:31:46: Also wir hatten jetzt zwei Exkursionen dieses Jahr und es stehen auch noch ein paar an.

00:31:50: Von daher wäre es zu kurz zu sagen, da entsteht wirklich was draus.

00:31:54: Wir haben uns jetzt aber beispielsweise mit einer Arbeitsgruppe sehr eng vernetzt die eben – ich hatte das Eingangs erwähnt – an der sozialen Entwicklung oder sozialen Infrastrukturentwicklung von Standorten arbeitet.

00:32:09: Das war insofern eine ganz schöne Anekdote, weil die mit öffentlichen Nahverkehr angereist sind und der in der Tat bei uns einmal verfügbar ist.

00:32:19: Aber sicherlich intensiviert werden kann und das ist natürlich ein Argument wo gerade die Studenten drauf geguckt haben und gesagt haben da sehen sie weiter Entwicklungspotenzial und ich kann mir gut vorstellen dass daraus auch eine weitere Zusammenarbeit entsteht.

00:32:33: von daher sind wir bei den Exkursionen grundsätzlich immer offen wenn wir unsere Fachbereiche und Geschäftseinheiten vorstellen, dass im Anschluss daraus auch eine Kooperation oder eine weitere Zusammenarbeit entsteht.

00:32:46: Man hört ja ganz oft und ich sage das jetzt mal ganz bewusst extrem reiserisch und wie ich finde ehrlich gesagt auch ein bisschen gemein.

00:32:53: aber dass AbsolventInnen von Universitäten in den Arbeitsmarkt treten und dann doch eher die Fachidiotinnen sind, die im Unternehmenskontext gar nicht so richtig klar kommen Das ist ja aber absolut pauschal gesagt und spätestens nach unserer Unterhaltung hier klar, dass dem nicht so ist.

00:33:12: Was würdet ihr sagen?

00:33:15: Welche Verantwortung tragen die jeweiligen Bereiche Unternehmen Hochschule und Studierende selbst das der Übergang aus der wissenschaftlichen Arbeit, aus der Forschung, aus dem Studium in die wirtschaftliche Karriere gut gelingen kann?

00:33:33: würde sagen, das gilt für jeden der glaube ich oder jede Person die eine neue Stelle im Unternehmen antritt.

00:33:39: Also ich glaube Unternehmen sind einfach in der Pflicht ein gutes Onboarding sicherzustellen und das betrifft Promovierende, die von der Hochschule kommen genauso wie mich damals der, die duale Ausbildung abgeschlossen hat und dann auch seine erste offizielle Stelle im Konzern angetreten hat.

00:33:54: Und das ist ein Prozess.

00:33:55: also Ich kann nicht erwarten dass ich von Tag eins Prozesse Menschen Netzwerke verstehe und kenne sondern ich glaube, da ist jede Person aus diesem Team in der Pflicht anzuleiten und auch weiter zu helfen in gewissen Fragestellungen die jeder mitbringt.

00:34:14: Und das Hochschulperspektive oder Universitätsperspektive ist mir noch wichtig neben den Einblicken, die ich versuche den Studierenden zu geben in Praxis- und Wirtschaft eben durch die Gastvorträge Case Studies & Co.

00:34:29: ist mir auch noch wichtig, Schlüsselkompetenzen zu vermitteln.

00:34:33: Also viele der Klausuren die Stelle sind mündliche Prüfungen einfach um auch so ein bisschen die Studierenden aus der Reserve zu locken und sie üben zu lassen dass man spricht und dass man Fragen stellt oder Präsentationen zu halten das das einfach Fähigkeiten sind der Selbstwirksamkeit oder Resilienz wie auch immer was man genau damit bezwecken möchte aber dies einfach Studierende dann ermöglichen in einem Unternehmen auch selbstbewusst aufzutreten und eben vielleicht dann noch mal nachzufragen, wenn Sie das Gefühl haben, dass Onboarding war nicht tiefreifend genug.

00:35:07: Und ich will nicht sagen einzufordern aber es sind ja gut ausgebildete Menschen die mit richtig Motivation in den Arbeitsmarkt treten Und das den Studierenden mitzugeben, in der Hoffnung dass dann von den Unternehmen die Hand gereicht kommt.

00:35:25: Wie Benjamin sagte, dass sie eben auch ein Onboarding bekommen Das ist so was ich versuche mitzugebe Neben auch, und das schlägt die Brücke zum Anfang dem strukturierten Denken.

00:35:36: Also dass das einzelne Wissen was ich vermittel nicht eins zu eins in die Arbeitswelt übertragen wird ist mir völlig klar.

00:35:42: aber diese herangehensweise Dinge zu hinterfragen was vor dem Hintergrund von KI ja noch mal viel deutlicher wird das mitzugeben dass die Studenten einfach das Gefühl haben sie können was?

00:35:54: Das ist mir wichtig.

00:35:55: Es ist ja auch so, dass man im universitären Umfeld ausgebildet wird für Arbeitswelten.

00:35:59: Die vielleicht noch in der Zukunft liegen und auch für Themen die jetzt noch gar nicht so konkret behandelt werden und die dann erst später mit eben genau diesen Denkweisen und Fähigkeiten und Fertigkeiten und ich finde das sowas wie Präsentationsfähigkeiten und während man drinsteckt hat man das gar nicht auf dem Schirm Wie wichtig das irgendwann mal werden wird?

00:36:18: Dass man das alles im Methodenkoffer mit sich trägt und dann hinterher im Unternehmen hoffentlich anwenden kann.

00:36:24: Ja absolut

00:36:25: Und häufig sind diese Kompetenzen da und die Unternehmen fragen sie nach.

00:36:31: Das einmal aufzuzeigen, welche Kompetenz es heute braucht, welches zukünftig braucht.

00:36:35: Ich glaube wir haben aus dem jungen Initiativpreis gute Formate entwickelt um diese Brücke zu schließen oder auch Studierenden Postdocs näherzubringen, welche kompetensten sie dann brauchen.

00:36:48: Das ist schon genau die richtige Brücke, wo wir jetzt hin wollten.

00:36:51: Es geht nämlich jetzt nochmal um die Vernetzung, genauer gesagt um Connecting und zwar Connectingruhe.

00:36:57: der junge Initiativkreis hat ein Projekt und darüber würde ich jetzt gerne mehr erfahren das genau dafür sorgt dass beide Seiten gut zueinander finden, dass die Übersetzung stattfinden kann und dass das Netzwerken nicht so wie vorhin schon gesagt einen Zufallsprojekt bleibt.

00:37:14: Erzähl doch mal, was steht dahinter?

00:37:16: Gerne.

00:37:16: Also wir haben jetzt mit Connecting Ruhr das dritte Mal ein Format durchgeführt wo wir ganz bewusst sagen Wir bringen Wissenschaft und Wirtschaft näher zusammen Und das machen wir über verschiedene Formate an einem Tag Wo wir Postdocs aber auch Promovierende von den Universitäten im Ruhrgebiet einladen Und zum einen näher bringen, welche Kompetenzen es denn aktuell braucht und wie sich gegebenenfalls auch Wirtschaft aktuell verändert.

00:37:41: Also da gehen wir sehr stark auf den Transformationsprozess ein.

00:37:45: Das machen wir nicht nur ausschließlich aus dem jungen Initiativkreis sondern wir laden auch immer Panelisten verschiedener Unternehmen ein.

00:37:51: In der Regel haben diese Personen eine Hochschulkarriere natürlich durchlaufen oder selbst promoviert und arbeiten aber aktuell in der Wirtschaft.

00:37:59: Sie haben beide Sichtweisen, beide Perspektiven die sie mit einfließen lassen können.

00:38:04: Das ist der Input-Teil.

00:38:05: Und dann geht es natürlich auch im zweiten Teil sehr stark ums Netzwerken, also dass man wirklich die Kontakte zu den Unternehmen, die im Initiativkreis aber auch im jungen Initiatifkreis beteiligt sind aufbaut und dort einfach eine Person mal als Ansprechpartner oder Partnerin gewinnen kann.

00:38:21: Was wir da schon erleben, ist das die Fragestellungen der Doktoranden und Postdocs fast... kaum fachlicher Natur ist, sondern eher diesen Übersetzungsgedanken.

00:38:32: Ich habe jetzt drei Jahre an XY geforscht – Ist das denn für Firmen überhaupt relevant?

00:38:38: oder wie kann ich Firmen zeigen dass das was ich da gelernt habe wichtig ist?

00:38:43: Und häufig wenn wir dann mit den Menschen ins Gespräch kommen geht denen quasi erst das Licht auf, dass viele dieser Fähigkeiten schon ganz stark mit wirtschaftlichen Fragestellungen zusammenhängen.

00:38:57: Zum Beispiel Projektmanagement, schon erste Teamführung wenn die eigene Doktoranden oder auch wissenschaftliche Hilfskräfte anleiten Selbstorganisation Präsentationsfähigkeit weil wir die Forschung auf Konferenzen vorstellen Das sind alles Frageställungen in der Wirtschaft sehr gefragt.

00:39:17: und das den Studierenden oder den Absolventen dann angehende Absolvent noch mal so bewusst zu machen.

00:39:24: Das finde ich unheimlich, ja es macht mir selber auch unheimliche Freude zu sehen dass es quasi gar nicht so viel braucht sondern eben diesen kleinen Schubs auch Kleinigkeiten wie den Tipp einfach mal in einem Unternehmen anzurufen.

00:39:38: Viele der Studierenden oder Absolventen haben da noch so eine große Hürde vor, ich kann ja nicht einfach bei einem Unternehmen angerufen.

00:39:44: Ja doch!

00:39:45: Da sitzen ja auch nur Menschen und das finde ich unheimlich bereichernd.

00:39:50: und dass ist eben dieses Format was wir dann eben auch mit der Universitätsallianz Ruhe gemeinsam entwickeln um eben da auch diese Verbindung herzustellen und das Ruhrgebiet in Gänze zu präsentieren.

00:40:04: Und auch gewisse Kompetenzen miteinander zu kombinieren, also häufig bringen die Studierenden ja ein unfassbar großes Wissen mit jetzt aus dem naturwissenschaftlichen oder technischen Umfeld und haben aber dann auch persönliche Fähigkeiten wie sie auftreten.

00:40:18: Also ich nehme mal das Beispiel jemand der naturwissenschaftliches Studium durchlaufen hat promoviert hat und extrem zugänglich extrovertiert ist hat sich sicherlich vielleicht nicht die Fragestellung gestellt, ob er perspektiv vielleicht im Vertrieb arbeiten kann.

00:40:32: Aber auch damals in den Austausch zu gehen eine neue Perspektive aufzuzeigen und so zeigen es gibt auch vielleicht mehr als den Laborleiter-Leiterin ist auch ne ganz ganz spannende Frageställungen.

00:40:41: Die entsteht eben nur wenn wir uns austauschen, wenn wir dieses Netzwerk auch nutzen.

00:40:47: Und den Mehrwerten ich auch noch sehe für die Studierenden ist dass sie aus verschiedenen Fachrichtungen zusammenkommen und auch dieses Gefühl haben Ach guck, ich bin gar nicht allein mit dieser Fragestellung wie übersetzig was ich kann für die Wirtschaft.

00:41:00: Sondern da häufig haben wir das auch erlebt dass wir quasi schon... Die Veranstaltung ist zu Ende Wir fangen an abzubauen und die Trüppchen an.

00:41:07: Studenten stehen immer noch zusammen und reden und überlegen Und das schlägt auch ein bisschen wieder diese Brücke zum Elfenbeinturm.

00:41:14: In der Wissenschaft ist es eben häufig Dass man so seine Fachbereiche hat natürlicherweise eben nicht mit anderen in Verbindung kommt.

00:41:22: Und das sind Formate, die das eben schaffen.

00:41:25: Die werden auch an der Uni angeboten.

00:41:27: aber diese Verknüpfung mit der Wirtschaft ist da was wir bei Connecting Ruhe eben ja glaube ich sehr einzigartig schaffen.

00:41:35: Das klingt super spannend und an den Elfen beim Tor musste ich auch direkt selbst denken und zwar auf so multiple Wege dass man dann doch noch mal eine Tür nach draußen findet.

00:41:44: Habt ihr beobachten können, seitdem es dieses Projekt gibt?

00:41:47: Dass da auch ganz und gar andere Wege eingeschlagen wurden von Teilnehmenden.

00:41:53: Also ich würde sagen zumindest haben wir den Denkanstoß mitgegeben dass andere Perspektiven möglich sind.

00:42:00: also jemand der mehrere Sprachen spricht kann sich vielleicht auch irgendwie global entwickeln in einem Unternehmen und hatte das gar nicht auf dem Schirm.

00:42:08: ob am Ende was draus geworden ist, kann ich jetzt nicht beurteilen.

00:42:10: Aber manchmal hilft ja auch einfach dieser Denkimpuls, dass man in ganz neue Wege denkt?

00:42:16: Genau.

00:42:16: also ich glaube wir kreiten uns jetzt nicht an das wir damit Karrierewege ebnen sondern eher diese Denkanstöße und Vernetzungsmöglichkeiten geben und davon muss es... Manigfaltige geben, weil das ist ja auch ein Lernprozess für Studierende und Absolventen.

00:42:34: Aber auch für die Wirtschaft zu gucken – was haben denn aktuelle Studierenden eigentlich?

00:42:39: Für Fragestellungen oder Themen und da Möglichkeiten zu schaffen.

00:42:43: Das ist eher das, was wir damit bezecken möchten.

00:42:46: Cool!

00:42:47: Ich stelle fest nach unserem Gespräch, das ich meine unser Podcast hier heißt Potenziale zwischen Rivalität und Kumpelschaft.

00:42:54: Das in unserem Themenfeld heute jedoch ganz schön viel Kumpelschaft steckt zwischen Wissenschaft und Wirtschaft manchmal vielleicht mit einer kleinen Gap zwischen den Schultern jeweils aber die findet man dann doch auch glücklicherweise und gut zusammen so dass sie sich berühren.

00:43:10: Und ich mag euch zum Abschluss unserer Folge eine kleine Frage mitgeben ganz spontan.

00:43:17: Und zwar wüsste ich gerne von euch, wie ihr den folgenden Satz beenden würdet.

00:43:21: Wissen wird dann wertvoll wenn!

00:43:24: Also ich möchte darauf antworten, wenn es erlebt wird... Also rein die wissenschaftlichen Paper oder Erkenntnisse zu produzieren, da endet es nicht.

00:43:35: Sondern das ist diese Übertragung, die ich sehe in den Hörsaal dass die Studierenden Dinge ausprobieren, Frameworks anwenden, Fragestellungen aus Unternehmen beantworten und dann aus der reinen Wissenschaft eben auch zu schauen.

00:43:49: wie können wir durch Workshops die Erkenntnisse akademisch runtergeschrieben haben und analysiert haben.

00:43:55: Wie können wir die noch mal anders aufbereiten, in Workshops vermitteln oder auch in praxisnahere Formate übersetzen?

00:44:04: Und ich würde nur gerne ergänzen wenn es geteilt wird und eine Wirkung dann für Wirtschaft und Wissenschaft gleichermaßen entsteht.

00:44:11: Ich danke euch ganz herzlich!

00:44:12: Herzlichen Dank

00:44:13: Benjamin und Kugner für eure Einblicke das ihr heute da wart.

00:44:18: Ich sage vielen Dank fürs Einschalten, dass ihr wieder zugehört habt.

00:44:22: Bei unserer Folge Potenziale zwischen Rivalität und Kumpelschaft.

00:44:25: schaltet auch das nächste Mal gerne ein, teilt die Folge wenn ihr Lust habt!

00:44:29: Und ich sage bis zum nächsten mal,

00:44:31: ciao!

00:44:33: Das war Potenziale zwischen Rimalität und kumpelshaft.

00:44:37: Ein Podcast des jungen Initiativkreiserur produziert von Tresor.

00:44:41: Folgt dem Podcast hier und auf Social Media damit ihr keine Folge verpasst.

00:44:46: Alle Informationen zur Folge und zu unseren Gästen findet ihr in den Show Notes.

00:44:49: Wenn euch die Folge gefallen hat, teilt sie gern!

00:44:52: Und damit bis zum nächsten Mal!

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