Konzernpower trifft Unternehmergeist – Welche Unternehmenskultur macht den Unterschied?

Shownotes

Was macht ein Unternehmen eigentlich zukunftsfähig: seine Größe, seine Struktur oder die Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden?

Familienunternehmen und Konzerne werden häufig als Gegensätze wahrgenommen: hier persönliche Nähe, kurze Entscheidungswege und langfristiges Denken über Generationen hinweg, dort klare Prozesse, große Ressourcen und eine enorme fachliche Reichweite. Doch in der Praxis verschwimmen diese Unterschiede schnell.

Gemeinsam mit Pauline Tiemeyer von der Tiemeyer SE und Steffen Bender von der TÜV NORD GROUP sprechen wir darüber, wie Entscheidungen getroffen, Verantwortung gelebt und Veränderung gestaltet wird. Es geht um Wachstum und Tradition, Führung und Vertrauen und um die Frage, was Familienunternehmen und Konzerne voneinander lernen können, um langfristig erfolgreich zu bleiben.

Darum geht's

Familienunternehmen trifft Konzern: Wie unterschiedlich sind beide Unternehmenswelten im Alltag tatsächlich?

Geschwindigkeit & Strukturen: Sind kurze Entscheidungswege automatisch besser oder schaffen klare Prozesse gerade erst Verlässlichkeit und Wachstum?

Tradition & Transformation: Wie bewahrt man Werte und Identität, während Unternehmen wachsen und Märkte sich verändern?

Führung & Verantwortung: Was braucht moderne Führung und wie entstehen Nähe, Vertrauen und Bindung, unabhängig von der Unternehmensform?

Lernen voneinander: Welche Stärken können Familienunternehmen und Konzerne aus der jeweils anderen Welt übernehmen?

Zu Gast:

Pauline Tiemeyer

Pauline Tiemeyer ist Bereichsleiterin und Prokuristin der Tiemeyer SE und selbst Teil der Unternehmerfamilie. Sie kennt das Familienunternehmen von Grund auf: von ihrer Ausbildung und verschiedenen Stationen im operativen Geschäft bis hin zu ihrer heutigen Führungsverantwortung. In der Folge spricht sie über Wachstum und Nachfolge, die besondere Verantwortung eines Familienunternehmens und darüber, warum schnelle Entscheidungen allein noch keine guten Entscheidungen sind.

„Wir müssen uns ein Stück weit davon lösen, dass wir als Familie oder ein Vorstand immer die besten Ideen haben.“

Mehr über Pauline:

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/pauline-tiemeyer-658763247/

Unternehmen: https://www.tiemeyer.de/

Steffen Bender

Steffen Bender ist Leiter des Vorstandsbüros der TÜV NORD GROUP. In seiner Rolle bewegt er sich an zahlreichen Schnittstellen des Konzerns und verbindet unterschiedliche Fachbereiche, Perspektiven und Entscheidungsprozesse miteinander. In der Folge spricht er darüber, wie große Organisationen Geschwindigkeit und Verlässlichkeit verbinden können, welche Rolle Orientierung und Unternehmenskultur spielen und warum moderne Führung vor allem bedeutet, Menschen und Expertise zusammenzubringen.

„Tradition ist kein Selbstzweck, aber sie gibt Orientierung und sie darf niemals Veränderung verhindern.“

Mehr über Steffen:

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/steffen-bender-82a647256/

Unternehmen: https://www.tuev-nord.de/

Links & mehr

pottenziale – Zwischen Rivalität und Kumpelschaft

Website: https://initiativkreis-ruhr.de/pottenziale/

Junger Initiativkreis Ruhr

LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/junger-initiativkreis-ruhr/

Instagram: https://www.instagram.com/initiativkreis_ruhr/

Kapitel

00:00 – Intro & Vorstellung der Gäste 02:35 – Zwei Unternehmenswelten: persönliche Wege & erste Klischees 12:30 – Schneller oder gründlicher? Entscheidungswege und Gestaltungsspielraum 19:42 – Nähe, Unternehmenskultur & Mitarbeitendenbindung 24:23 – Wachstum, Tradition & Transformation 31:13 – Langfristige Strategie und kurzfristige Anpassungsfähigkeit 35:02 – Führung, Verantwortung & Vertrauen 41:29 – Was Familienunternehmen und Konzerne voneinander lernen können 46:35 – Was macht Unternehmen wirklich zukunftsfähig? 47:00 – Abschluss: persönliche Verantwortung für die Zukunft des Unternehmens

pottenziale – Zwischen Rivalität und Kumpelschaft ist ein Podcast des Jungen Initiativkreis Ruhr.

Moderation: Alice Hinzmann (www.die-hinzmann.de))

Produktion: Tresohr Studios (www.tresohr.de))

Transkript anzeigen

00:00:02: Potenziale zwischen Rivalität und Kumpelschaft.

00:00:04: Der Podcast ist Jung-Initiativkreis Ruhe über Menschen, Ideen und Herausforderungen die das Ruhrgebiet bewegen.

00:00:21: Und herzlich willkommen da draußen, liebe ZuhörerInnenschaft zu einer neuen Folge Potenziale.

00:00:26: Auch heute finden wir uns wieder irgendwo zwischen Rivalität und Kumpelschaft und diesmal sozusagen zwischen zwei Unternehmenswelten für die wir ganz häufig feste Bilder im Kopf haben.

00:00:40: Und zwar auf der einen Seite haben wir das Familienunternehmen und auf der anderen Seite im Kontrast den Konzern.

00:00:47: Die eine Seite verbinden wir mit persönlicher Nähe, mit kurzen Entscheidungswegen und oft auch mit dem Denken in Generationen.

00:00:54: Wo auf der anderen Seite häufig klare Prozesse vorausgesetzt werden – eine große fachliche Reichweite und eine Menge an Aufstiegschancen.

00:01:03: Aber die Frage heute ist, sind diese Gegensätze in der Praxis denn wirklich so eindeutig und es ein kurzer Weg automatisch auch der Bessere.

00:01:12: Sind manche klare Strukturen im Unternehmen wirklich langsam oder ermöglichen sie nicht auch Verlässlichkeit und Wachstum?

00:01:18: Das finden wir heute heraus, denn natürlich haben wir auch weder die perfekten Gesprächspartnerinnen eingeladen.

00:01:24: Und ich sage ganz herzlich willkommen an Pauline und Steffen aus dem jungen Initiativkreis.

00:01:29: Guten Morgen an euch beide!

00:01:30: Guten

00:01:31: Morgen!

00:01:32: Vielen Dank für die Einladung!

00:01:33: Ja schön dass ihr da seid.

00:01:35: Pauline, Pauline Tiemeier dein Name Zeigt schon, auf welcher Seite du heute stehst.

00:01:41: Denn du kommst von T-Maya dem Familienunternehmen.

00:01:44: Du bist dort Prokuristin und Bereichsleiterin und du bist sozusagen im Familienunternehmenskontext aufgewachsen.

00:01:52: Das prägt dich sozusagen schon dein ganzes Leben!

00:01:55: Und ich bin gespannt was du uns heute erzählen wirst über Größe, über Nähe, über Wachstum und auch über Professionalisierung.

00:02:04: Du hast die Konzernbrille heute aufgesetzt für uns, denn du arbeitest bei der TÜV Nordgroup und leitest dort das Vorstandsbüro.

00:02:13: Du hast aber auch einen kleinen Exkurs gemacht vorher schon in öffentlichen Verwaltungsstrukturen – auch das werden wir heute so ein bisschen mit rein nehmen da kennst du den Kontrast!

00:02:22: Und du hast die Kenntnis was große organisatorische Reichweiten angeht, persönlicher Gestaltungsspielraum und dass alles in komplexen Strukturen.

00:02:32: auch an dich herzlichen Dank, dass du da bist.

00:02:35: Bei unserem Thema heute bietet es sich ganz fantastisch an das wir erstmal so ein bisschen über die persönliche Schiene ins Thema starten und deswegen mag ich gerne von euch erfahren was eure persönlichen Wege sind wie ihr in diese Arbeitsumfelder hineingekommen seid indem ihr euch heute wiederfindet.

00:02:53: Diese unterschiedlichen Unternehmenswelten Wie empfindet ihr sie überhaupt?

00:02:58: Es gibt ja bestimmte Klischees.

00:03:00: Sind die tatsächlich wahr?

00:03:01: Was bringt ihr so mit aus eurem Arbeitsalltag?

00:03:05: Deine Eingangsfrage war ja, wie bin ich da hingekommen.

00:03:08: Ich glaube das ist recht kurz.

00:03:10: Ich bin noch preingeboren worden, muss man ja so sagen.

00:03:13: Also glücklicherweise aus meiner Sicht und was die verschiedenen Unternehmenswelten somit sich bringen.

00:03:20: Wir sind ein klassisches Familienunternehmen, mein Papa ist Vorstandsvorsitzender Meine Oma und mein Opa haben den Betrieb von mehr als seventy-fünf Jahren gegründet.

00:03:31: Und aufgebaut in der Nachkriegszeit, das ist der Herausforderung heutzutage im Familienunternehmen.

00:03:39: aber es macht auch sehr viel Spaß und ich glaube dass unsere größte Herausforderung aktuell diese nachfolge Thematik ist weil das vernünftig zu gestalten mit einer vernünftigen Übergangszeit, mit einem vernünften Plan.

00:03:54: Ich glaube, das ist was viele Familienunternehmen auch unserer Größe.

00:03:57: Wir sind ja schon mit unserer Mitarbeiteranzahl ein größeres sehr beschäftigt und das ist so würde ich sagen eine große Herausforderung.

00:04:06: Ja, was mich vertiefend dazu direkt interessiert.

00:04:09: Man hat direkt so ein Klischee im Kopf, dass wenn man in einen Familienunternehmen hineingeboren wird das auch der vorgezeichnete Weg ist.

00:04:18: aber ist es bei dir tatsächlich auch so gewesen?

00:04:20: war von vornherein klar auf Seiten von Erwartungshaltung oder auch für dich selber?

00:04:26: Dass du irgendwann selbst bei Tima ja landen wirst.

00:04:29: Nein, überhaupt nicht.

00:04:30: Also ich habe mein Abitur gemacht da war ich siebzehn und hab dann was völlig anderes studiert also nicht völlig anderes.

00:04:37: Ich habe International Management studiert das hört sich sehr toll an der Begriff und das hat mich auch direkt nach einem halben Jahr so verfordert dass ich es abgebrochen habe.

00:04:47: Und früher, wenn mich jemand gefragt hat was macht dein Papa?

00:04:49: Da hab ich gesagt ja der verkauft Autos.

00:04:52: Also ich hatte wirklich gar keine Vorstellung davon.

00:04:57: Was der Automobilhandel auch für eine breit gefächerte Branche ist und es ist viel mehr als nur Autos verkaufen.

00:05:03: Naja auf jeden Fall habe ich dann mein Studium abgebrochen und bin dann zu Hause gewesen.

00:05:09: Dann hat mein Papa gesagt also zuhause sitzen machen wir jetzt nicht.

00:05:13: Und dann machst du jetzt erstmal eine Ausbildung bei uns.

00:05:15: Dann habe ich gedacht, das ist ja wahrscheinlich überhaupt nichts für dich!

00:05:18: Ja und dann bin ich irgendwie bei uns in einem sehr kleinen familiären Betrieb in Kastrop gestartet... ...und hab meine Ausbildung gemacht und mir hat super gefallen.

00:05:27: Auch der Kundenkontakt habe selber Autos verkaufen an der Werkstatt.

00:05:30: Ich habe wirklich alle Bereiche bei uns durchlebt.

00:05:33: Das war zu damaligen Zeiten nicht ganz so in meiner Vorstellung in einer Werkstatte stehen.. ..und auch mal irgendwie einen Radwechsel mitzubegleiten.

00:05:41: Hat mich aber Also, heute muss ich sagen hat mich das nachhaltig geprägt und ich habe natürlich auch von allen Abteilungen so ein Fachwissen.

00:05:51: Den Kern mit

00:05:52: bekommen.

00:05:52: Zumindest

00:05:53: sehr rudimentär.

00:05:54: ja also klar kannst du nicht in der kurzen Zeit so einen Tiefgreifendes Fach wissen haben aber du weißt so ein bisschen Ja, wie die Abteilung zusammenarbeiten.

00:06:02: Die Abläufe und das war echt gut!

00:06:04: Und habe dann mein Bachelorstudium gemacht, berufsbegleitend, hab meinen Master gemacht, bei der Beresergruppe in Münster als Werkstudentin um so ein bisschen wenigstens mal Erfahrung... Im Ausland, wollte ich schon sagen.

00:06:23: In Münster im Ausland?

00:06:25: Nein in einer anderen Gruppe mitzukriegen weil wenn du nur in deinem eigenen oder in dem Familienunternehmen arbeitest macht dich das auch so ein Stück weit blind und man braucht glaube ich auch so'n bisschen input von außen um auch weiter wachsen zu können aus seinen eigenen Horizonten zu erweitern.

00:06:41: Das war gut.

00:06:42: aber ja so ist es irgendwie gekommen ohne dass das wirklich eigentlich So richtig meine Absicht war da reinzuwachsen.

00:06:49: Aber heute bin ich sehr froh darüber, dass das so gekommen ist!

00:06:52: Das ist sehr gut und das merkt man auch wenn man dir so zuhört.

00:06:55: würdest du sagen deine Identifikation mit deinem Familienunternehmen hat sich über die Zeit verändert im Vergleich zu deiner Betrachtungsweise.

00:07:03: mein Papa verkauft halt Autos früher als wir Jugendlich waren?

00:07:06: Ja ich glaube wenn man älter wird dann hat man ja einen ganz anderen Bezug zu den Themen.

00:07:14: Und wenn man dann so die Geschichte von meiner Oma mal von Anfang an mitverfolgt, Ja, mein Opa ist recht früh gestorben.

00:07:21: Da war mein Papa erst siebzehn oder sechzehn Jahre und dann musste meine Oma als eigentlich Hausfrau von heute auf morgen in den damaligen Stammbetrieb – es war ein Autohaus an der Übinger Straße – da rein und musste einen Job machen, von dem die gar keine Ahnung hatte und hat irgendwie zwei Kinder.

00:07:39: Und das in der Nachkriegszeit als Frau und hat bei dieses eine Autohaus zudem gemacht was mein Papa übernommen hat... was sehr gut funktioniert hat, sehr groß schon damals war.

00:07:50: Und da habe ich halt aus heutiger Sicht noch mal viel mehr Respekt vor dieser Leistung als damals, als Kind sage ich jetzt mal und ja... Man muss sagen, man hat einen ganz anderen Bezug jetzt zu.

00:08:06: Und man freut sich einfach die Zukunft zu gestalten.

00:08:09: und bei uns geht es ganz viel was ist das Beste fürs Unternehmen?

00:08:13: Was ist das beste für die Firma T-Mayer und wie können wir langfristig am Markt bleiben?

00:08:20: und diese Trennung, was eigentlich üblich ist mein Privat- und Berufsleben, die Grenzen verschwimmen unheimlich bei uns.

00:08:29: kommt auch nicht selten vor, dass wir abends zusammensitzen und dann noch über viele Themen sprechen.

00:08:34: Das muss man können weil das gibt auch extrem viele Reibungspunkte.

00:08:38: aber das hat auch viele positive Seiten

00:08:42: glaube ich.

00:08:43: da ist nichts mit.

00:08:44: Ich gehe abends aus dem Büro macht die Tür zu und bin halt erst morgen früh wieder in den Themen.

00:08:49: genau So ist das.

00:08:52: Thema Identifikation mit dem eigenen Unternehmen, Steffen bei dir ist es ja ganz anders du arbeitest in einem Konzern?

00:08:59: Du leitest das Vorstandsbüro wie wir gerade schon gesagt haben und bis damit.

00:09:03: so würde ich jetzt einfach mal sagen und bitte korrigier mich sozusagen auf einer kleinen Insel des gesamten Unternehmens unterwegs empfindest du dass auch so.

00:09:12: wie funktioniert das im Konzernen?

00:09:14: wo findet man sich darin wieder als ein Teil eines riesengroßen Zahnrads.

00:09:22: Das Bild der Insel ist eigentlich passend, aber ich würde aber ergänzen dass wir in jedem Bereich eine Brücke haben.

00:09:29: also ich glaube das schon die Insel dann in der Mitte ist und wir können aber Norden Süden Westen Osten Wir können überall hin auf jeden Fall Und man isst Teil eines Zahnrats.

00:09:41: zur Wahrheit gehört auch große unternehmerische Entscheidungen werden nicht allein im Vorstandsbüro auch erst recht nicht von mir, weil ich mein Job ganz anders definiere.

00:09:53: Es geht um Mehrheiten organisieren es geht um Abstimmung organisieren das geht um Entscheidungen vorbereiten und da arbeite ich ganz viel im Hintergrund Ich stehe auch nicht im Vordergrund.

00:10:03: Das sind andere relevante Akteure die da eine Rolle spielen Und man kann wirklich überall hin eine Brücke schlagen in jedem Bereich und muss man auch.

00:10:12: Also das Netzwerk ist halt ganz, ganz stark in diesem Bereich.

00:10:15: Es ist auch notwendig für die Entscheidung und dieser ganze Kontakt mit den Menschen oder dem Kontakt zu allen Menschen um Mitarbeitenden zu haben – zu Fachexperten, zu Kolleginnen und Kollegen, die einfach schon länger da

00:10:30: sind.".

00:10:31: Also so ein Konzern ist wie gute Frage.net, oder wer weiß denn sowas?

00:10:35: Das hat diese Frage schon einmal gestellt.

00:10:37: Wir kennen das alle aus dem Internet wenn wir was googeln und es gibt immer jemanden der es schon weiß oder der es wusste oder der dann jemand kennt, der jemanden kennt.

00:10:47: also das hilft ungemein.

00:10:50: man muss also nur wissen wo man die frage clever platziert um schnellstmöglich an die antwort zu kommen.

00:10:55: Ja, absolut.

00:10:55: Und nachverfolgen also das ist halt auch ein Punkt ganz proaktiv Nachverfolge.

00:11:02: Man kennt so viele Leute oder Mitarbeiter, mit denen es unglaublich Spaß macht, gemeinsam ein Ziel zu kommen.

00:11:10: Wir reden ja nicht, ich brauche nur eine Info, sondern eine Präsentation von damals und ein Update.

00:11:14: Wer kann mir die Zahlen liefern?

00:11:17: Das ist schon ein ziemlicher Pluspunkt, den wir haben, dass wir sehr viel Wissen bündeln in einem Konzern unter einem Dach.

00:11:26: Gut organisiert wahrscheinlich auch.

00:11:28: Ja absolut!

00:11:29: Um mal so ein bisschen in die Klischeekiste zu greifen, würdest du auch sagen dein Unternehmensumfeld fühlt sich auch irgendwie nach Familie an?

00:11:37: Ja tatsächlich schon.

00:11:38: Also ich weiß nicht ob es Familie ist aber ich identifiziere mich halt schon mit den Werten und mit den Leitlinien die wir haben.

00:11:46: das ist so ein bischen wie wenn ich privat mich mit Freunden treffe mit Familie Ich verbringe halt Zeit mit Leuten eine gleiche Sichtweise auf Dinge haben.

00:11:56: Das heißt nicht, dass wir immer einer Meinung sind.

00:11:58: Wir können herrlich diskutieren und kontrovers im positivsten Sinne streiten aber das ist schon jemand mit dem ich den gleichen Umgang und das Vertrauensverhältnis teile und insofern ist das gar nicht so weit weg.

00:12:11: also auch wir können abends noch diskutieren.

00:12:15: vielleicht ist es dann nicht das Abendbrot gemeinsam wie zu Hause bei einem Familienunternehmen.

00:12:20: Aber das ist ja auch Entscheidungen quasi informell einfach mal besprochen werden und das kann dann zu jeder Zeit sein.

00:12:29: Ja, verstehe ich habe im Rahmen meiner Vorbereitung ein Artikel gelesen von Xing von einer jungen Fachkraft die davon berichtete dass sie innerhalb eines Praktikums vom Familienunternehmen in den Konzern gegangen ist und griff da auch so ein bisschen in die Klischeekiste.

00:12:44: und mich würde interessieren gibt es Klischees?

00:12:49: begegnen von außen von menschen die eben nicht wissen wie es ist im familienunternehmen zu arbeiten oder eben im konzern?

00:12:55: also sie sehr speziell machte zum beispiel sowas auf wie in familien unternehmen geht man zum chef und sagt das ist meine idee können wir das entscheiden ja oder nein.

00:13:04: Und im konzern brauchte ich glaube es war eine Unterlage für ihren Schreibtisch.

00:13:09: Und unterwegs ist die Entscheidung darüber, ob sie die haben darf oder nicht einfach verdurstet weil die Entscheidungslinien so unfassbar lang waren dass es am Ende überhaupt nicht beim entscheider oder bei der entscheiderin angekommen ist.

00:13:20: also jetzt aus familienunternehmenssicht muss ich sagen ja das ist bei uns denke ich deutlich schneller und auch einfacher und wenn man eine gute idee hat dann wird das natürlich wahrscheinlich auch deutlich schneller umgesetzt.

00:13:33: aber das ist halt auch nicht immer Ja, ich sag mal richtig schon.

00:13:38: Aber es ist halt auch nicht immer bis zum Ende durchdachten.

00:13:40: also da muss man wirklich gerade bei uns sind ja sehr schnell gewachsen in den letzten zehn Jahren aufpassen dass wir uns dann nicht in unseren Strukturen verlieren sondern auch ich sage mal bei einem was wir tun und machen so ein bisschen eine dreihundertsechzig Grad Sicht haben Und auch die Folgen dessen was wir dann machen berücksichtigen und auch die richtigen Projektpartner mit einbeziehen, weil das ist dann auch immer... Wir stürzen uns auf eine Idee und cool machen wir.

00:14:12: Und dann merken wir aber auf dem Weg, oh, das haben wir nicht bedacht, oder den sollten wir vielleicht auch noch mal dazu abholen?

00:14:18: Und das ist so ein bisschen die Cruxie du im Familienunternehmen hast zumindestens bei uns, weil dass es damit einhergeht.

00:14:25: Wir sind auch unheimlich schnell gewachsen.

00:14:27: Wie groß seid ihr jetzt?

00:14:29: Wir haben jetzt zweiundvierzig Filialen um die zweitausendzwundert Mitarbeiter.

00:14:34: Ganz Deutschland, ne?

00:14:36: Nee nur Nordrhein-Westfalen.

00:14:37: Wahnsinn!

00:14:38: Also nur Nordrin Westfalen.

00:14:40: aber das braucht halt schon ein bisschen Zeit bis diese Strukturen damit wachsen.

00:14:46: und wie Steffen es schon gerade gesagt hat also in einem Konzern gibt's für jedes Thema einen Ansprechpartner was auch sehr gut ist finde ich Und auch sehr schönes, weil du eigentlich überall irgendwie weißt okay wir haben das Know-How im Unternehmen.

00:15:00: Wir müssen das halt schaffen und mitdenken und immer wieder prüfen brauchen wir hierfür einen.

00:15:07: Das gleichzeitig damit einhergehen unheimlich kostenbewusst zu bleiben.

00:15:11: Weil ich sage mal als Familienunternehmen im Konzern ist es sicherlich anders sind wir schon sehr kostenbewusster aufgestellt, weil wir auch weiter wachsen möchten um Automobilhandel.

00:15:24: Stichwort kostenbewusst.

00:15:26: Wenn ich auf Klischees blicke, habe ich eigentlich immer zwei Welten mit denen ich konfrontiert werde.

00:15:33: Ich hab zum einen so strukturelle Klischee, ihr seid langsam Prozesse, ihr müsst von Pontius nach Pilatus laufen... Also ich kann ganz ehrlich sagen jetzt wurde Arbeitstechnisch im öffentlichen Dienst sozialisiert.

00:15:49: Auch was ganz Spezielles?

00:15:50: Genau, richtig!

00:15:51: Ich habe uns nie langsam erlebt.

00:15:54: also ich muss es wirklich sagen wir können uns das gar nicht leisten langsam zu sein.

00:15:59: Das ist etwas weswegen ich sage kostenbewusst.

00:16:03: Wir haben gar nicht die Möglichkeit langsam zu seien.

00:16:05: Die Märkte verändern sich, die Kundenanforderungen verändern Sich.

00:16:08: Wir sind agil und also wir waren es auch und wir werden es auch sein Und wir haben so ein breites Portfolio bei TÜV-Nord.

00:16:17: Das ist dann das nächste Klischee, womit verbindet man TÜv-Nort?

00:16:22: Eure Kolleginnen und Kollegen liegen unter dem Auto oder muss ich hin zur HU und AU ... Ich habe den TÜV Nord kennengelernt.

00:16:29: Also ich kam aus der ersten Woche bei meinem Onboarding überhaupt nicht raus, aus dem Staunen.

00:16:34: also mit unserem Material wird in oder werden Weltraumreisen gemacht.

00:16:39: wir waren bei Artemis II zuletzt mit dabei mit unseren Material mit den Kollegen von Ulter Technology.

00:16:45: das ist ja Wahnsinn!

00:16:46: Wer bringt denn TÜv Nord eigentlich?

00:16:49: game sage ich mal drin ist bei uns technische prüfunternehmen das eigentlich also und weiß was wir alles machen und da bin ich ganz ehrlich das wusste ich auch nicht eine riesige digitalisierungs vorhaben die wir begleiten.

00:17:02: Und dass es halt super spannend.

00:17:03: also da sind ganz viele klischees.

00:17:06: da habe es bisher immer erlebt, dass die sich quasi von alleine erledigt haben.

00:17:12: Also es kam nicht jemand zu mir und sagte so wir müssen da mal dran arbeiten sondern die Prozesse und die Strukturen.

00:17:20: die haben mir eigentlich gezeigt Wir sind schnell.

00:17:23: das heißt ja nicht, dass wir an der einen oder anderen Stelle nicht auch schneller sein können aber wir müssen bei uns natürlich überlegen ist das was Pauline auch gerade angesprochen hat Unsere Entscheidungen, die wir treffen oder dieses Management bei uns trifft.

00:17:37: Die haben natürlich eine große Tragweite.

00:17:38: Wir sind mit um die sechzehntausend Mitarbeitende.

00:17:41: Haben wir sie in den über hundert Ländern aktiv?

00:17:43: Wir haben ganz vielfältige Märkte auf denen wir unterwegs sind.

00:17:46: Geschäftsmodelle verändern sich Kundenbedürfnisse verändern und das müssen wir schon alles bedenken.

00:17:53: Und da bin ich dann auch dabei dass ich nicht sag die schnellste Entscheidung ist immer die beste sondern wenn es dann am Ende heißt die Perspektive XY da auch noch reinzuholen und Kollege Z dazu zu holen, ich glaube das ist etwas was sehr wichtig ist.

00:18:09: Und was auch ein Konzern ausmacht?

00:18:10: Ich glaube auch dass das Wort kostenbewusst vielleicht das falsche war sondern ihr habt einfach ganz andere Ressourcen und Möglichkeiten um auch in die verschiedenen Felder dann reinzugehen und zu investieren und ihr habt das NowHow ja so breit aufgestellt wie du schon gesagt hast in so vielfältigen Themen.

00:18:26: Das ist bei uns als Familienunternehmen nicht so in der Form möglich.

00:18:31: Nur Ressourcen bedeutet auch, sie nicht einfach zu haben sondern sie klug einzusetzen und ich glaube das ist tatsächlich eine Kunst ja auf einer effiziente Art um zu wissen wo es dann lohnt den Schritt reinzumachen was lohnt oder wo es halt leider notwendig ist den Schritt raus zu machen.

00:18:46: die Entscheidung also Ressursen alleine beleben ja nicht das Geschäft

00:18:50: sondern

00:18:52: mit diesem Klug umzugehen

00:18:53: Ja, absolut.

00:18:54: Und ich finde ehrlich gesagt das Wort Kostenbewusstheit gar nicht so verkehrt gewählt denn man verkennt ja auch ganz häufig wenn man nicht tiefer reinschaut dass natürlich jede Entscheidung die man hinterher auch wenn sie jetzt ganz schnell getroffen ist aber wenn Sie von hinten wieder aufgeräumt werden muss dass das natürlich am Ende schlicht und ergreifend Geld kostet Es kostet Zeit, es kostet Geld im Umkehrschluss.

00:19:15: Bei

00:19:15: uns ist das immer so oft das Thema ja, dass sind diese Eder-Kosten.

00:19:18: also du beschäftigst da... Du lachst schon Steffen!

00:19:22: Du beschäftigest da irgendwie fünfzehn Leute am Ende mit und hättest vielleicht nur drei gebraucht dann denkst du dir auch, war gar nicht so teuer.

00:19:28: aber wenn du die Kosten der Leute berechnest, die sich damit beschäftigt haben, die von vorne bis hinten noch mal was neu aufgerollt haben, dann ist das oft gar nicht günstig oder definitiv?

00:19:42: Hinter kurzen Entscheidungswegen steckt ja aber tatsächlich auch das Thema Nähe mitunter.

00:19:48: Es gibt der verschiedenste Umfragen, wo Menschen gefragt werden welche Vorteile sehen sie im Familienunternehmen Kontext oder im Konzernkontext?

00:19:58: und in Familien Unternehmen wird ganz oft benannt dass man eben nah beieinander ist, dass es individuelle Entscheidungen gibt.

00:20:06: Pauline was würdest du sagen aus deiner Erfahrung Macht es bei euch auch Nähe aus, nah dran zu sein an den Mitarbeitenden?

00:20:13: Weil Familienunternehmen, wenn man's genau nimmt bedeutet ja nicht nur dass das Unternehmen aus deiner Familie erwachsen ist mit seiner Familie weitergewachsen ist sondern die Mitarbeiter bei euch im Unternehmen sind auch ein Teil der Unternehmensfamilie oder?

00:20:27: Ja definitiv.

00:20:28: Also ich würde schon sagen, dass wir sehr familienfreundlich sind.

00:20:31: aber Thema Nähe Wir sind auch schon zwei-tausend-zwei-hundert Mitarbeiter insgesamt.

00:20:37: Auch da wird es dann schwierig, die Nähe zu jedem so zu pflegen wie man sich das in einem klassischen fünfzehn-zwanzig Mannbetrieb vorstellt.

00:20:46: Nichtsdestotrotz sind wir immer gewillt und auch immer sehr gerne bei Events in den Betrieben, auch mal Samstag in den betrieben vertreten und zeigen einfach supergerne Gesicht und kommen gerne in die Attraktion mit den einzelnen Leuten.

00:21:03: Sicherlich auch viel zu wenig.

00:21:05: Das muss man sich immer vorwerfen, aber wir versuchen schon als Familie und da gehört ja neben meinem Vater auch noch mein Bruder zu, der bei uns im Unternehmen tätig ist oft raus in die Betriebe zu fahren auf den Weihnachtsfeiern, jedem am Eingang persönlich guten Tag zu sagen oder guten Abend zu begrüßen.

00:21:25: Ja also das würde ich schon sagen, aber auch bei zwei tausend zweihundert Leuten wird es dann nicht von schwierig.

00:21:30: Kennt man auch nicht mehr alle Mitnahmen?

00:21:31: Genau.

00:21:33: Ja, ich verstehe.

00:21:35: Steffen wie ist das bei euch im Vorgespräch?

00:21:36: Hatten wir das Thema ja auch so in Bezug auf Wie kann man seinen Mitarbeitenden auch helfen mit individuellen Lösungen wenn vielleicht mal was benötigt wird für mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder auch finanzielle Herausforderung die Menschen ja durchaus Mal bekommen.

00:21:54: da kommt man schneller dran Wenn man in einem Familienunternehmen Näher miteinander sprechen kann.

00:22:00: Auf der anderen Seite im Konzern gibt es so die Standard-Lösungen, so haben wir das glaube ich zuvor genannt.

00:22:06: Wie ist das bei euch?

00:22:08: Ich glaube die Unternehmensform ist bei solchen Fragen relativ irrelevant.

00:22:12: Also ich glaube so in Sinne von Zusammenhalt Vertrauen gemeinsame Identität Das ist das was wir teilen.

00:22:19: Das ist eine Kulturfrage.

00:22:20: also ich kann in dem Konzernen super familiär unterwegs sein.

00:22:24: Ich glaube, dass wir das auch sind!

00:22:26: Wir sind sehr nah bei den Menschen und haben große Interessen an unseren Mitarbeitenden.

00:22:32: mit meiner Führungskraft, meinem Chef... Lernen wir auch immer ganz viele Leute kennen bei Veranstaltung.

00:22:38: Also es ist auch nicht selten, dass wir fragen so in welchem Bereich sind sie tätig?

00:22:42: Eine Kollegin die ein ganz tolles Hobby hat mit Pferden beispielsweise.

00:22:46: dann kommen wir ins Gespräch einer guten Läuferin, die bei einem Firmenlauf mitgemacht hat, die da den ersten Platz gemacht hat und kommt ins Gesprächen.

00:22:55: Es gibt einfach viel!

00:22:56: Wir haben einen Profiboxer der TÜV-Nord, Prüfingenieur und dann abredet man sich einfach mal zum Mittagessen.

00:23:04: Also man denkt immer ist es irgendwie so weit distanziert.

00:23:07: das ist nicht anders wie in einem Familienunternehmen.

00:23:09: natürlich haben wir nicht.

00:23:11: von dem Kollegen an der TÜv Nordstation irgendwo in Hamburg weiß ich den Namen jetzt nicht per se aber wir haben die Kolleginnen und die Kollegen im Blick und wir wissen auch was sie leisten.

00:23:22: Ich glaube, da sind wir ähnlich nahe unterwegs.

00:23:24: Bei unseren Veranstaltungen kommen Gespräche, knüpfen Kontakte und man kennt sich dann doch.

00:23:30: Ich glaube das ist auch oft das Thema Wert und Kultur.

00:23:33: also wie definiert sich ein Konzern bei uns?

00:23:37: Werte und Kultur ja so ein bisschen durch die Familie geprägt.

00:23:40: Also es wäre total unauthentisch, wenn wir uns jetzt hinsetzen würden und uns irgendwas einfallen lassen würden was eigentlich gar nicht zu dem Abbild unserer Familie passt.

00:23:50: aber ich glaube was Steffen gesagt hat das hängt sehr extrem davon ab wie will ein Unternehmen oder einen Konzern sich positionieren am Markt und auch zu seinen Mitarbeitern.

00:24:00: Nichtsdestotrotz glaube ich dass wir wahrscheinlich bei ein zwei Sachen eine schnellerer oder Agila sind in den Entscheidungen, aber da bin ich ganz bei Steffen.

00:24:10: Das geht schon Thema Wert und Kultur wie ein Unternehmen sich ja mal platzieren will.

00:24:16: Und wie es die auch dann lebt?

00:24:17: Ja

00:24:18: das ist eine fantastische Überleitung denn wir können bis hierhin auf jeden Fall resümieren Die Klischee treffen gar nicht zu.

00:24:24: Es geht nicht unbedingt um näher und ferner schneller und langsamer größer und kleiner Sondern um Strukturen, die ja auch mit der Zeit gewachsen sind.

00:24:34: Und gerade beim Thema Wachstum stellt sich natürlich die Frage wie schafft man es ein Unternehmen größer werden zu lassen?

00:24:41: Wenn aber auch Traditionen – das habe ich rausgehört ist für euch beide in beiden Unternehmen ein großes Ding wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise.

00:24:49: Wie schafft Man Wachstem während man gleichzeitig die Tradition und die Werte, die irgendwann mal festgelegt worden sind behält?

00:24:57: Jetzt sind wir ja hier im Ruhrgebiet, ich bin privat viel mit dem Fußball verbunden.

00:25:01: Ich

00:25:01: habe mich unglaublich gefreut durch den Jobwechsel wieder auch zurück in meine Heimat ins Ruhrgebiet dauerhaft zu kommen.

00:25:07: Für mich ist klar Tradition kein Selbstweg aber sie gibt halt Orientierung und die darf halt niemals Veränderungen verhindern.

00:25:15: Aber ich glaube das tut sich auch nicht.

00:25:17: es ist wirklich für mich der Punkt zu wissen wo man herkommt.

00:25:22: Das ist eigentlich mein Lieblings-Zitat.

00:25:25: Das habe ich tatsächlich vor ganz vielen Jahren im Fußball kennengelernt, bedeutet aber sehr viel und rede auch oft mit meinem Chef drüber.

00:25:33: So Traditionen sind nicht die Anbetung der Asche sondern die Weitergabe des Feuers Und tatsächlich, wenn man mal schaut was da eigentlich drinsteht... Da hat

00:25:42: er jetzt einen rausgehauen.

00:25:44: Lange darauf vorbereitet!

00:25:46: Aber für mich besonders wichtig und ich glaube, man verändert halt nicht die Werte sondern die Art und Weise wie man sie lebt.

00:25:53: Bei TÜV Nord wir haben Werte, die sind dann auch nicht verhandelbar, die möchte ich gar nicht verhindeln.

00:25:57: Wir haben ein Qualitätsanspruch, wir schaffen Vertrauen, wir schaffen Sicherheit in neue Technologien, in Menschen, in Abläufe.

00:26:06: Und wie wir diese leben, darüber können wir diskutieren.

00:26:09: Oder wie wir die anpassen müssen zur heutigen Zeit?

00:26:13: Aber der Qualitätsanspruch ist dabei für uns und für mich unverhandelbar.

00:26:18: Gibt es bei euch so was wie klassischen Wachstumsschmerz, wenn's um die eigene Unternehmenskultur geht, Pauline?

00:26:26: Also ich muss oder kann die Frage eigentlich nur ganz anders beantworten als Steffen, weil das bei uns ganz andere Themen sind.

00:26:32: Bei uns ist ja ... Was bedeutet bei uns Wachs-Tum?

00:26:36: Bei uns bedeutet Wachstum eigentlich, andere Autohäuser oder Autohandelsketten zu übernehmen.

00:26:42: Das ist bei uns im Automobilhandel der klassische Wachs-Tum und da es im Automobilhandel keine Konzerne gibt.

00:26:51: Also klar, es gibt gerade eine Konsolidierung und es gibt immer mehr größere Autohausgruppen.

00:26:57: das erleben wir aber zum ersten Mal Und eigentlich gibt's ja nur oder gab es bislang nur kleine Autohausgruppen, vier bis sechs Betriebe.

00:27:07: Mittlerweile gibt's auch größere.

00:27:08: Das heißt wir als Familienunternehmen übernehmen meist ein anderes Familienunternehm.

00:27:14: Und das hört sich genauso komplex und schwierig an.

00:27:19: so ist es dann auch.

00:27:21: nicht nur dass wir damit oft oder uns sehr lange überlegen wie gehen wir da ran?

00:27:27: Wie holen die Leute ab?

00:27:28: sondern auch die Menschen.

00:27:29: die sind am Anfang total verunsichert wenn irgendwie ... zwanzig Jahre unter Otto Müller, sag ich jetzt mal.

00:27:35: Einfach gearbeitet hast und dann sollst du unter Tima herarbeiten... Dann hast du natürlich erstmal ein bisschen Respekt vor der ganzen Sache.

00:27:42: wie wird es dann sein?

00:27:44: Wie ändert sich die Kultur?

00:27:47: Das ist halt bei uns eher so das Thema Tradition und Wachstum in Einklang zu bringen.

00:27:53: Und da dann versuchen wirklich unsere Tradition, unsere Werte in die übernommenen Unternehmen reinzubringen ohne da jemandem von Kopf zu stoßen, ohne wen zu verlieren.

00:28:04: Aber natürlich auch mit einer ich sage mal Konsequenz unsere Prozesse unserer Identität dort einziehen zu lassen.

00:28:13: Kannst du das irgendwie kurz umreißen wie ihr das macht?

00:28:17: Ja so ganz kurz kann ich das nicht.

00:28:20: Also wirklich nur wenn es gelingt.

00:28:24: Es ist ja bekannt, dass heutzutage viele Familienunternehmen – das ist jetzt gar nicht branchenspezifisch, sondern grundsätzlich Nachfolgethemen haben.

00:28:33: Es gibt ja nicht mehr so viele Nachfolgeregelungen, weshalb auch im Automobilhandel Autohandelsketten verkaufen, weil sie nicht groß genug sind und aus ihrer Sicht nicht überlebensfähig sind.

00:28:48: kommt man zusammen an den Tisch und dann spricht man darüber.

00:28:51: Und dann prüft man natürlich Tausend Dinge mit Wirtschaftsprüfern,

00:28:54: etc.,

00:28:54: pp ja und dann übernimmt man das.

00:28:57: und dann kommen Tag X und dann informiert man meistens mit den alten Gesellschaften die Belegschaft über die Neuerung und versucht dann sehr schnell in Einzelgespräche zu kommen jemanden vor Ort zu haben von uns, also ich sage mal jetzt von denen die übernehmen und da dann auch direkt die Persönlichkeit herzustellen.

00:29:24: Das muss ich sagen gelingt nicht immer.

00:29:27: Also man verliert da auch oft Leute, die einfach sich an uns oder in den neuen Strukturen nicht so gut oder nicht gewöhnen wollen oder damit nicht klarkommen, aber wir versuchen immer unser Bestes zu geben und möglichst viele Mitarbeiter dann auch ich sage mal zu halten.

00:29:46: Wir wollen das Rad ja nicht neu erfinden.

00:29:49: Aber natürlich ist es schon nochmal was anderes ob quasi eine Veränderung über die Jahre intern wächst.

00:29:55: Und ich kann mir vorstellen ihr habt auch viele Mitarbeitende, die auch schon lange bei euch arbeiten im Vergleich zu einer Übernahmesituation und da kommt plötzlich ne neue Chefetage, ne neue Kultur Art von Erwartungshaltung.

00:30:09: Das muss natürlich... Also das kann nicht funktionieren, dass da jeder auch tatsächlich Eingang findet.

00:30:15: Das wären anderen Strukturen sicherlich auch so.

00:30:17: Ich glaube tatsächlich die Betriebe, die wir dann zu übernehmen haben eher das Gefühl, dass in Anführungsstrichen Konzernen die übernehmen bei WSIN schon unter den... größten fünf Autohandelsgruppen deutschlandweit und ich glaube die hier denken sich er jetzt wird sehr bürokratisch und sehr schwierig mit mit team eyer weil die halt vorher dann irgendwie vielleicht wirklich nur dreißig vierzig leute wenn es ein Betrieb ist und einen chef haben.

00:30:41: Und das ist glaube ich dann wirklich die crux da sehr schnell zu zeigen.

00:30:45: okay nein wir sind in anführungsstrichen keine anonyme retail budde sondern wir sind familienunternehmen mit herz Familie.

00:30:52: Team Maya ist auch mit an Bord und mit uns kann man sprechen.

00:30:55: Und wir sind auch nur Menschen, ich glaube dass man sehr schnell einfach auf der menschlichen Ebene da zusammenkommen muss und ich glaube damit holst du dann auch jeden ab.

00:31:03: aber ob das immer gelingt, ob wir damit immer jeden erreichen das weiß ich natürlich nicht.

00:31:10: Wenn wir festhalten können, dass es in Familienunternehmen wenn es um Wachstum und Langfristigkeit ja fast schon um den Gedanken über Generationen hinweggeht.

00:31:19: Also du hast das vorhin ganz schön gesagt so lange wie möglich am Markt bestehen zu können mit dem eigenen Unternehmen Dann ist es im Konzern ja so, Steffen.

00:31:27: Ihr macht auch nicht unbedingt den drei Jahresplan sondern auch ein bisschen was größer vielleicht?

00:31:31: Wie funktioniert das bei euch die Mitarbeitenden schafft mitzunehmen und dafür zu sorgen dass sich alle wirklich gut abgeholt fühlen.

00:31:39: also auch Stichwort Horizon twenty.

00:31:41: dreißig ist ja bei euch gerade groß auf der Agenda.

00:31:44: wie kann man sich das vorstellen?

00:31:46: Ja, also ich muss etwas widersprechen.

00:31:47: Wir haben tatsächlich auch eine drei-Jahresplanung.

00:31:50: Die Strategie im fünf Jahresrhythmus natürlich wird ständig gemonitort.

00:31:55: sie wurde gemeinsam entwickelt natürlich von der Strategieabteilung.

00:32:00: Das ist ein Thema in dem informiert wird permanent mit Mitarbeit.

00:32:04: es gibt Town Hall Meetings Es wird erarbeitet und es wird auch angepasst zwischendurch.

00:32:08: Und es gibt halt das ist ein Kompass für uns wo wollen wir hin?

00:32:12: Wo wollen wir da sein?

00:32:13: Es gibt klare Ziele Aber auch das Thema Flexibel zu sein, weiter und agil zu sein.

00:32:18: Auf Märkte zu reagieren – wir haben es leider mit dem Thema Zeitenwende erlebt.

00:32:22: Thema Defense ist für uns ein sehr wichtiges Thema geworden.

00:32:27: Bin ich auch ehrlich zu meinem Start!

00:32:30: bei TÜV Nord beziehungsweise für die Kollegin Feuer und Feuer, ob das in der Strategie in der Form so eine Rolle gespielt hat.

00:32:38: Es war mit Sicherheit allen bewusst aber die Priorität, die dem ganzen zugemessen wird, hat sich absolut verändert.

00:32:45: von daher wir sind da agil unterwegs.

00:32:49: Wir müssen zwischendurch quasi auch die Segel verändern, um entsprechend tatsächlich im Wind zu bleiben.

00:32:56: Aber wir haben quasi auch eine sehr detaillierte Planung natürlich.

00:33:02: Also auch hier wie in so vielen Belangen die Co-Existenz der Dinge auf der einen Seite, die Stabilität als verlässlicher Anker bei gleichzeitiger Fähigkeit auch anzupassen wenn es eben möglich beziehungsweise nötig ist?

00:33:14: Stichwort in der Sache ist einfach Orientierung geben.

00:33:18: Also tatsächlich, das ist wie bei der Unternehmenskultur.

00:33:21: Es ist auch bei der Unternehmenstrategie.

00:33:23: Wo wollen wir hin?

00:33:24: Wo werden wir sein?

00:33:25: Was sind unsere Ziele?

00:33:28: Da unterscheiden wir uns nicht großartig weil unser... Wir haben ein gemeinsames Ziel.

00:33:33: Wir möchten langfristig erfolgreich sein.

00:33:35: Ich glaube auch dass tatsächlich das auch ich sag mal jedes Unternehmen irgendwie haben muss sollte egal ob es Konzern Mittelständler sollte jedes Unternehmen irgendwie ein Ziel haben, einen Plan haben.

00:33:50: Der ist sicherlich bei euch hat mehr Blätter als bei uns.

00:33:56: Aber trotzdem glaube ich wenn du als Unternehmer am Markt bestehen willst musst du auch anpassungsfähig sein und... um jetzt nochmal in meine Branche ein bisschen mehr zu gehen.

00:34:06: Man erlebt ja jetzt quasi täglich in der Presse Auto Handels, Auto Industrie Konzerne die täglich davon berichten Stellen abzubauen egal welcher Hersteller und auch das ist ja Thema Anpassungsfähigkeit.

00:34:21: Und das kommt ja auch bei TÜV Nord an.

00:34:22: also wir sind natürlich mit der Autobranche verbunden.

00:34:26: uns ist es sehr bewusst was da gerade passiert und wir nehmen das auch auf in all unsere Überlegung.

00:34:35: Also langfristige Ziele oder Strategiepläne, die bedeuten ja nicht dass man nicht kurzfristig handeln kann um Muss und ich glaube Das ist einfach ein ganz ganz wichtiger Punkt zu sagen das sind keine Gegensätze.

00:34:45: also Es ist ein bisschen Märchen Dass Man Sagt Wir Schreiben Jetzt eine Strategie Für Die Nächsten fünf Jahre Und Dann Ziehen wir das Durch.

00:34:52: Also Das Funktioniert In der Form Nicht

00:34:54: Ja bei uns Bei Uns Aber Auch Nicht.

00:34:55: Also Muss Ich Ja Total Recht Geben.

00:34:58: Orientierung heißt ja auch Führung.

00:35:02: Wie ist das in euren jeweiligen Arbeitswelten?

00:35:04: Führungen wie individuell kann und soll das sein, auch hier wie viel Struktur benötigt das?

00:35:10: was sind da die Einblicke in eure Welten?

00:35:15: also ich finde Führungs immer höchst individuell.

00:35:18: Also Ich habe Leitplanken in denen ich mich bewegen kann, bewegen möchte.

00:35:22: Also Führung bedeutet für mich zunächst erstmal Verantwortung zu übernehmen also Verantwortung für Menschen, für Entscheidungen aber auch fürs Unternehmen ohne das jetzt zu überhöhen in meinem Bereich tatsächlich und sagen wir mal diese Verantwortung zu erleben oder auch erlebbar zu machen im täglichen Miteinander.

00:35:38: dass ist glaube ich der Punkt weil Führungen oder Leitlinien die werden natürlich von der Unternehmensführung geprägt so erlebbar wird das Ganze aber im täglichen Miteinander.

00:35:52: Und das ist für mich einfach der Weg, auch nahbar zu sein, zuzuhören, Probleme ernst zu nehmen und einfach mich zu kümmern.

00:36:03: Das ist schon die symbiose aus Verantwortung und Führung, zu sagen hey ich bin da mit mir kann man sprechen.

00:36:15: Also ich würde da direkt darauf aufsatteln weil ... Ich glaube, dieser Begriff Führen wird oft auch damit sehr stark verbunden.

00:36:23: Ich darf jetzt frei entscheiden.

00:36:26: Vor allen Dingen das mit Führenverbinden.

00:36:28: aber ich glaube dass Führen viel mehr mittlerweile ist die Pflicht zu liefern und das vergessen halt viele und moderne Führung eigentlich dienen dem Mitarbeiter ist.

00:36:43: Also du bist ja eigentlich die ganze Zeit für deine Leute da ansprechbar sein, verbindlich sein.

00:36:51: Dich kümmern fachlicher Natur aber auch auf sozialen Ebenen und ich glaube dass sich das in den letzten Jahren schon extrem geändert hat.

00:37:05: bei uns ist so der klassische Weg zur Führungskraft eigentlich immer der gewesen Ein sehr guter Verkäufer, der hat sehr gute Zahlen gehabt.

00:37:15: Wurde dann Verkaufsleiter und wenn er das so ein Team von drei oder vier Leuten geführt hat, weiterhänden auch mitverkauft, aktiv wurde er dann Fülljahrleiter.

00:37:25: Und wir bemerken aber aktuell eigentlich immer mehr dass dieses fachliche was ja früher eigentlich neunzig Prozent war So ein bisschen in Hintergrund geraten ist.

00:37:36: Natürlich ist es noch wichtig und wir brauchen gut ausgebildete Leute, das will ich gar nicht in Abrede stellen aber die Sozialkompetenz

00:37:45: im Party

00:37:47: wird deutlich wichtiger.

00:37:49: Und so würde ich auch... Ich brauche Leitplanken, klar bin ich im Familienunternehmen.

00:37:56: Aber mein Chef ist dann auch meinen Vater und mit dem spreche ich einiges ab.

00:38:02: Das ist bei mir aber nicht so eine Leitplanke die irgendwo festgeschrieben ist sondern das ist mehr so ne Gefühlsache wo ich denke okay dass es jetzt so eine Entscheidung da spreche und zieh sie dann durch.

00:38:16: Ich weiß nicht, wie es bei euch ist Steffen aber bei uns ist jetzt nicht komplett fokussiert was darf ich?

00:38:21: Was darf ich nicht?

00:38:23: sondern das ist eher so eine Gefühlsache.

00:38:26: wo sollte ich noch mal Rücksprach haben?

00:38:27: oder ich weiß genau dass wir mir auch Vorstände Vorstand Finanzen, das ist sein Bereich oder Vorstand After Sales.

00:38:36: Das ist dann der Bereich von einem anderen und dann spreche ich direkt mit den Leuten.

00:38:41: Es geht ja gar nicht darum was darf ich und was nicht.

00:38:44: Ich glaube es ist schon ein Kondens darüber wie man miteinander umgeht, wie man Vertrauenschaft immer zu guten Leistungen kommt.

00:38:52: Was ich gelernt habe beim Thema Führung ist dass man gar nicht alles selber wissen muss und kann.

00:38:58: Also so in einem Konzern besteht Führung ja auch nicht daraus, irgendwie immer auf alles sofort eine Antwort zu haben.

00:39:04: Das ist kaum möglich und für mich bedeutet dann Führungen die richtigen Experten, Expertinnen und Experten zusammenzubringen eigentlich und zu vermitteln.

00:39:13: Vielleicht liegt das auch in der Natur meines Jobs aber Brückenbauer zu sein und irgendwie ein Konsens herbeizuführen.

00:39:20: Und ich glaube dass sich Mitarbeiter nicht primär gesehen fühlen, aber ihren Beitrag leisten und der auch spürbar wird von allen.

00:39:27: Und sagen okay hey das ist sinnstiftend was wir hier alle machen.

00:39:31: also Thema sinnstiften.

00:39:32: Arbeit ist ja auch ein großer Begriff oder aktuellen sehr populärer Begriff der mir sehr gut gefällt.

00:39:39: so wo kann ich meinen Beitrag leisen?

00:39:41: Wo ist mein Beitrag auch sinnvoll?

00:39:43: Führung bedeutet für mich auch tatsächlich Kolleginnen und Kollegen scheinen zu lassen mit ihren Aufgaben und gleichzeitig aber auch den Weg zur Ebenen für Verantwortung zu übernehmen, für Entscheidungen.

00:39:58: Ja vor allen Dingen was wenn ich da noch mal kurz reingeräuschen darf, was mir auch aufgefallen ist dass es eigentlich also heutzutage ist es eigentlich noch viel wichtiger als damals junge Leute was du gerade gesagt hast Jungeleute auszubilden und auch nach vorne kommen zu lassen.

00:40:18: Also da haben wir extrem Schwierigkeiten mit, wirklich Leute am Markt zu finden die unsere Identität haben, die das fachlich mitbringen im Automobilhandel und da legen wir mittlerweile sehr großen Wert drauf und fördern und fordern das ein.

00:40:37: Incentivieren das aber auch bei unseren Führungskräften monetär wenn die jetzt wirklich schaffen Ich sag mal, in die nächste Reihe zu bringen und das erfolgreich.

00:40:46: Weil oft ist es ja so wenn man guten Mitarbeiter hat sind hier viele froh den zu haben und dann so richtig abgeben will man ihn vielleicht auch nicht weil dann hat man keinen mehr.

00:40:56: Und ich glaube das muss nochmal ganz anders belohnt werden eigentlich und das versuchen wir jetzt in Kürze umzusetzen.

00:41:05: Wenn ich auf alles Gesagte zurückschaue, dann, das hat sich schon von vornherein abgezeichnet.

00:41:11: Das bei der Frage Rivalität oder Kumpelschaft, dass wir hier absolut in der Welt dazwischen sind und es ist überhaupt nicht so, dass Konzern versus Familienunternehmen und beide Welten sind vollkommen unterschiedlich.

00:41:27: Die eine Seite kann irgendetwas zu hundert Prozent besser als die andere Seite, sondern beide Seiten haben ihre Stärken.

00:41:34: Haben ganz viele Gemeinsamkeiten und beide Seiten können auch einiges voneinander lernen wenn wir die Folge einmal quasi zusammenkehren wollen.

00:41:42: zum Abschluss was wäre das aus eurer Sicht Pauline?

00:41:45: Was würdest du sagen?

00:41:47: würdest Du gerne mitnehmen in Deinen Familienunternehmens Kontext was vielleicht ganz normal und status quo im Konzern ist.

00:41:55: Und auch andersrum?

00:41:56: danach die Frage an dich, Steffen?

00:41:59: Also nochmal zum Thema Rivalität oder Kumpelschaft.

00:42:04: auf jeden Fall kumpelshaft nicht nur weil wir uns auch privat gut verstehen sondern ich glaube weil wir zumindest aus meiner Brille als großes Familienunternehmen sehr viel von den Strukturen von der Organisation eines so großen Unternehmens wie TÜV-Nord lernen können.

00:42:24: Auch Thema, wie Projektarbeit.

00:42:27: Steffen hat da schon viel in der Arbeit im Initiativkreis RO berichtet.

00:42:32: Das können die einfach wirklich gut und ich glaube dass wir uns dann ein Stück weit lösen müssen wie als Familie oder ein Vorstand immer die besten Ideen hat, sondern wie Stefan das schon treffend gesagt hat.

00:42:45: Die richtigen Mitarbeiter zusammenbringen, die richtigen Leute zusammen bringen, die Richtigen Experten an den Tisch bringen und da wirklich dann ... Das Beste geschehen lassen!

00:42:54: Das Ringen um die beste Lösung, so würde ich es mal nennen.

00:42:58: Das muss da passieren und ich glaube dass wir uns hier und dort doch noch eine Scheibe abschneiden können Und das würde ich so als Learning für heute auf jeden Fall mitnehmen.

00:43:08: Ja, ich glaube auch also absolute Kumpelschaft.

00:43:12: Ich glaube wir überschätzen heutzutage einfach die Unterschiede.

00:43:18: Ich habe das schon gesagt Wir haben beide das Ziel langfristig erfolgreich zu sein.

00:43:22: so am Ende geht's um Vertrauen und gute Führung unternehmerische Verantwortung eine gut gelebte Unternehmenskultur.

00:43:29: da ist es völlig egal ob der erstmal Label Familienunternehmen oder Konzern drauf steht weil wir auch beide gleich Herausforderungen haben.

00:43:37: Wir müssen beide guten Mitarbeitende gewinnen, wir müssen Kunden überzeugen der Markt verändert sich und immer den Kunden im Blick haben.

00:43:44: das Denken fängt immer vom Kunden aus an.

00:43:48: es gilt trotzdem Innovation voranzutreiben wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben.

00:43:53: Ich glaube, wenn ich nach dem Gespräch mit Pauline.

00:43:57: was mir so einfällt ist das schon diese unmittelbare Identifikationen mit dem Unternehmen tatsächlich mich sehr begeistert und das ist so was ich mir häufiger dann auch wünschen würde bei uns.

00:44:08: Entscheidungen vermutlich bei Pauline tragen häufig eine persönlichere Handschrift.

00:44:13: gleichzeitig würde in einem Konzern nicht auf unsere Stärke verzichten wollen die Vielfalt an Kompetenzen unter einen Hut zu bringen und zu berücksichtigen, um diese ganzen Perspektiven mitzubringen.

00:44:25: Ich habe so viel gelernt durch verschiedene Perspektive.

00:44:28: Das ist noch eine Sache, die ich die ganze Zeit im Kopf hab eigentlich.

00:44:33: Die Idee kam mir gerade... Also je mehr Bereiche ich kennengelernt habe, desto weniger habe ich in Bereiche Gedachts- und Zuständigkeiten sondern mehr im Sinne des Gesamtunternehmens.

00:44:48: zur Wahrheit gehört auch, das war nicht von Tag ein so.

00:44:50: Aber mit der Zeit gekommen, mit dem täglichen Doing eigentlich wie man für das Gesamtunternehmen dann Entscheidungen trifft.

00:44:57: Noch mal jetzt meine Rolle im Vorstandsbüro ist eine kleine Rolle Das weiß ich absolut einzuordnen.

00:45:04: aber fernab von sie los zu denken oder von einzelnen Bereichen das ist heute ganz wichtig.

00:45:12: wir wissen dass alles mit allem zusammenhängt und dass wir da einfach gut unterwegs sein müssen.

00:45:19: Ein ganzheitlicher Blick trägt ja nun mal auch dazu bei, wie man Entscheidungen trifft und arbeitet.

00:45:23: ein bisschen so Pauline wie du am Anfang erzählt hast dass du auch erstmal verschiedenste Stationen im Unternehmen durchlaufen bist und damit ja auch ein Stück näher an die Identität des Unternehmens gekommen bist?

00:45:35: Ja auf jeden Fall.

00:45:35: also das Für mich hat das damals nicht so viel Sinn ergeben.

00:45:40: Mit grad achtzehn irgendwie oder mit der achtzenden, aber das ist was Steffen gesagt hat.

00:45:47: also man lernt dann doch die Unternehmenssicht das große Ganze.

00:45:52: Das kann ich auch nur jedem empfehlen egal ob Konzernen oder Familienunternehmen wirklich mal versuchen überall reinzuschnuppern wenn es nicht sowieso in einem on-rolling gemacht wird dass man so ein bisschen ja Wie soll man sagen, dass Gefühl für das Unternehmen bekommt?

00:46:11: Wir können also festhalten, dass die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens nicht zwangsläufig was mit der Organisationsform zu tun hat.

00:46:18: Sondern eher mit der Fähigkeit, die eigenen Stärken zu erkennen und zu bewahren und blinde Flecken vielleicht auch in einer jeweils anderen Welt zu erkennen um sich selbst zu adaptieren.

00:46:28: Hundert Prozent!

00:46:28: Ja

00:46:29: Größe entscheidet nicht allein über Zukunftsfähigkeit.

00:46:32: Das ist glaube ich ein ganz wichtiger Satz.

00:46:34: Ich danke dir und ich kann grundsätzlich auch nur Danke sagen für eure offenen und ehrlichen Einblicke in eure Arbeitsrealitäten.

00:46:42: Und ich glaube, damit haben wir es doch wieder geschafft dass wir eine Folge abschließen können mit dem Schulterschluss in Richtung Kumpelschaft.

00:46:48: aber ich meine das ist hier auch überhaupt keine große Herausforderung.

00:46:51: dafür ist ja auch der junge Initiativkreis unter stehen alle Mitglieder ja auch kumpelig nebeneinander wie man sagen würde.

00:46:58: Ich danke euch ganz herzlich, dass ihr da war, dass Ihr Teil dieser Folge wart Und wünsche euch da draußen.

00:47:03: Auf jeden Fall noch einen schönen Tag.

00:47:04: schaltet beim nächsten Mal wieder ein!

00:47:07: Weitere Informationen zu unseren Interviews heute findet ihr in den Show-Notes, falls ihr da nochmal reinschauen wollt, verlinkt euch auf LinkedIn und auf allen anderen Social Media Kanälen – und ich sag mal bis zum nächsten Mal!

00:47:19: Danke für die Einladung!

00:47:20: Vielen Dank!

00:47:20: Tschüßgen!

00:47:22: Das war Potenziale zwischen Rivalität und Kumpelschaft.

00:47:26: Ein Podcast des jungen Initiativkreise Ruhr produziert von Tresor Folgt dem Podcast hier und auf Social Media, damit ihr keine Folge verpasst.

00:47:34: Alle Informationen zur Folge und zu unseren Gästen findet ihr in den Show Notes!

00:47:38: Wenn euch die Folge gefallen hat, teilt sie gern – und damit bis zum nächsten Mal!

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